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Zehntausende in Kyoto feiern das erste Aoi-Festival der Reiwa-Ära

Japan hat zahlreiche Feste, die oft mit bunten und spektakulären Paraden einhergehen. Eins der wichtigsten ist das jährliche Aoi-Festival in Kyoto. Am Mittwoch war es nun wieder so weit und die Stadt feiert das Event als erstes der neuen Reiwa-Ära.

Um die 47.000 Menschen aus der ganzen Region strömten zu der großen Veranstaltung. Als Teil der Parade kleideten sich die Teilnehmer in traditioneller Hofkleidung aus der Heian-Zeit. Bei dem Umzug ziehen die Menschen durch die Straßen vom ehemaligen Kaiserpalast im Kamigyo-Bezirk zum Shimogamo-Schrein im Sakyo-Bezirk. Anschließend geht der Umzug auf der acht Kilometer langen Strecke zum Kamigamojinja-Schrein im Kita-Bezirk. Um die 500 Personen begleiteten die Parade.

Die diesjährige Heldin des Festivals, Saio-dai, spielte dieses Jahr die 23-jährige Rika Ono. Sie ist eine Nachkommin eines Samurai-Kriegers. Als erste Saio-dai der Reiwa-Ära versuchte sie, für die Zuschauer würdig und schön zu sein. Um ihre Rolle ausreichend vorzubereiten, machte sie Knieübungen, um problemlos bei der Parade so lange auf den Beinen zu sitzen. Weiter erklärte sie, dass sie ihre Pflicht erfüllte und hofft, dass die neue Ära friedlich ist.

Das Fest der Stockrosen

Das Aoi-Festival gibt es laut Historikern schon seit der Herrschaft von Kaiser Kinmei zwischen 539 und 571. Der Legende nach kam es zu katastrophalen Regenfällen mit starken Winden, die die Getreideernte zerstörten und für Epidemien sorgten. Da eine Wahrsagerin von einer göttlichen Strafe der Kamo sprach, entschied sich der Kaiser, beim Schrein die Gottheiten mit Ritualen zu beschwichtigen und für eine gute Ernte zu beten. Daraus entstand wahrscheinlich das heutige Festival, das an die Boten auf den Pferden erinnert, die zu den Schreinen ziehen.

Die Saiō-Dai-Festprinzessinnen kamen allerdings erst 1956 dazu. Mittlerweile gilt das Festival ebenfalls als Fest der Stockrosen, die immer als Dekoration dienen. Früher glaubten die Menschen nämlich, dass die Blätter der Blume vor Naturkatastrophen schützen und verstreuten sie deswegen.

Quelle: The Asahi Shimbun

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