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Infektionsrisiko zu groß

Zeremonien zur Volljährigkeit werden in diesem Jahr in Japan online stattfinden oder ausfallen

Stadtverwaltungen in ganz Japan haben sich entschlossen, die Zeremonien zur Volljährigkeit in diesem Jahr online abzuhalten oder abzusagen.

Grund dafür ist die Ankündigung der japanischen Regierung, über Tokyo und drei weiteren Präfekturen den Ausnahmezustand verhängen zu wollen, da sich dort immer mehr Menschen mit dem Coronavirus infizieren.

Volljährigkeit per Live-Stream feiern

Die Stadtverwaltung von Aomori gab am 4. Januar bekannt, dass sie die für den 10. Januar geplante Zeremonie zur Volljährigkeit am 11. Januar absagen und eine alternative Veranstaltung online anbieten wird.

Ursprünglich war es geplant, die Zeremonie abzuhalten, aber auf mehrere Standorte zu verteilen. Teilnehmer hätten sich vorab anmelden müssen. Nun soll ein YouTube-Video als Alternative veröffentlicht werden.

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Auch in Tokyo überlegt die Stadtverwaltung zurzeit, die Zeremonien online abzuhalten. Sumida Ward kündigte an, ein Konzert per Livestream zu übertragen und Botschaften von ehemaligen Lehrern zu zeigen. Der Bezirk Katsushika hat die Zeremonie ebenfalls abgesagt, plant aber ein Video auf ihrer Webseite zu veröffentlichen.

Die Stadt Fujiyoshida hat wegen Bedenken bezüglich des Infektionsrisikos die Zeremonie zur Volljährigkeit abgesagt und bisher keine Alternative angekündigt.

In Sendai wurden die jungen Menschen gebeten, nicht an der Einschulungsfeier teilzunehmen. In einer Pressekonferenz am 4. Januar wandte sich die Bürgermeisterin von Sendai, Kazuko Kori, an sie und sagte: „Ich möchte, dass Sie eine erwachsene Entscheidung treffen.“

Deutliche Aufforderung fernzubleiben

Die Stadtverwaltung hatte zuvor E-Mails an Personen verschickt, die als potenzielle Teilnehmer registriert waren und sie gebeten, nicht nach Hause zu reisen oder zur Zeremonie zu kommen.

Die lokalen Behörden planen nun, stärker formulierte E-Mails mit der Aufforderung, nicht an der Zeremonie teilzunehmen, an Bewohner von Präfekturen zu senden, die vom möglichen Ausnahmezustand betroffen wären.

Bereits im vergangenen Jahr kündigte die Stadtverwaltung von Sapporo in der Präfektur Hokkaido an, dass die Zeremonie in diesem Jahr ausfallen wird.

Die Verwaltung der Stadt Myako sagte, dass wenn der Ausnahmezustand über Tokyo und den drei angrenzenden Präfekturen ausgerufen wird, man die Menschen bitten wird, nicht an der Zeremonie zur Volljährigkeit in diesem Jahr teilzunehmen.

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