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HomeNewsKulturZerstörter Festwagen des Gion Festivals wird in Kyoto nachgebaut

Wagen wiegt über 10 Tonnen

Zerstörter Festwagen des Gion Festivals wird in Kyoto nachgebaut

Ein Festwagen des Gion Festivals in Kyoto, der bei einem Brand 1864 zerstört wurde, wird im Moment nachgebaut. Am 24. Mai wurden die Vorschritte das erste Mal präsentiert.

Der „Takayama“ soll das erste Mal seit der Edo-Periode (1603 bis 1867) beim Festival 2022 durch die Straßen von Kyoto fahren, eine Testfahrt ist für September dieses Jahres geplant.

Festwagen wiegt mehr als 10 Tonnen

Der Festwagen ist etwa 7,6 Meter hoch, 6,4 Meter lang und 4,3 Meter breit und wiegt mehr als 10 Tonnen. Auf der Hauptplattform befinden sich Figuren von drei Gottheiten. Einige der wesentlichen Komponenten, darunter die vier Räder, stammen von anderen Wagen und wurden nach einer Reparatur eingebaut.

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Die 34 Festwagen des Gion Festivals, einschließlich des Takayama, werden in fünf Typen eingeteilt. Takayama ist einer der größten Wagen seiner Art, der mit Seilen gezogen wird.

Der Wagen wurde 1826 durch starken Wind und Regen schwer beschädigt und konnte nicht in die Parade des Gion Festivals im folgenden Jahr dabei sein.

Der größte Teil des Umzugswagens wurde dann 1864 in einem massiven Feuer zerstört, das durch den „Kinmon-Zwischenfall“ (wörtlich „Verbotenes-Tor-Zwischenfall“) verursacht wurde, eine Rebellion am Ende der Edo-Zeit. Die Götterfiguren entkamen dem Feuer und befinden sich seither an einem Haltepunkt während des Festes.

1864 wurde der Wagen fast komplett zerstört
1864 wurde der Wagen fast komplett zerstört. Bild: MA

Erstes Ziel für das Festival 2020 erreicht

Am 24. Mai wurden die Dekorationen, darunter die „dokake“-Decke mit Teppichen und die „mizuhiki“-Brokatdraperie, die auf der Grundlage historischer Aufzeichnungen nachgebildet wurden, zum ersten Mal auf dem Wagen angebracht, allerdings nur vorübergehend. Experten prüften, wie sie aussahen, und entschieden, wo und in welche Richtung die Götterfiguren platziert werden sollten.

„Es sieht so gut aus, dass ich fast geweint habe“, kommentierte Junji Yamada, Leiter des Takayama-Erhaltungsverbandes. „Wir haben das erste Ziel erreicht, um nächstes Jahr an der Parade teilzunehmen.“

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