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Zwei japanische Autorinnen erhalten Akutagawa- und Naoki-Literaturpreis

Eine Premiere seit Einführung des Preises

Vor wenigen Tagen wurden in Japan wieder der Akutagawa- und Naoki Literaturpreis vergeben. Diesmal teilen sich zwei Autorinnen die Ehrung. Das eine Werk erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren Nachbarn stalkt, während es im anderen um einen traditionellen japanischen Marionettenspieler geht.

Natsuko Imamura gewann den Preis für ihren Roman Murasaki no Sukato no Onna (Die Frau im lilafarbenen Rock), während ihre Kollegin Masumi Oshima den Award für ihr Buch Uzu Imoseyama Onna Teikin Tamamusubi (Ein Whirlpool, ein Ehemann und seine Ehefrau in den Bergen: Ein Requiem) erhielt. Beide würden das Bild einer tugendhaften Frau skizzieren, erklärte das Auswahl-Komitee.

Imamura Roman berichtet von der Protagonistin „I“, einer Reinigungskraft in einem Hotel, die ein äußerst hartnäckiges Interesse an dem Leben ihres Nachbarn entwickelt. Obwohl es sich dabei um ein durchaus ernstes Thema handelt, überzeuge die Geschichte durch ihren humorvollen Stil.

Die 39-jährige Natsuko Imamura feierte 2011 ihr Debüt als Autorin. Ihr erster Roman Kochira Amiko (Das ist Amiko) gewann direkt den Mishima Yukio Literaturpreis. Zuvor war sie bereits zweimal für den Akutagawa-Preis nominiert, ohne sich durchsetzen zu können. Imamura erklärte selbst, dass sie bei ihrer dritten Nominierung nicht mehr damit gerechnet habe, den Preis wirklich noch zu erhalten.

Geschichten aus zwei verschiedenen Welten

Die Schriftstellerin Masumi Oshima, 56 Jahre alt, gab bereits 1992 ihr Debüt und konnte sich ebenfalls schon über eine Nominierung für den Award freuen. Ihr Sieger-Roman ist eine Geschichte über den Marionettenspieler Hanji Chikamatsu aus der Edo-Zeit. In einer Zeit, indem das Kabuki-Theater immer beliebter wird, kämpft Chikamatsu darum, dass sein Handwerk nicht in Vergessenheit gerät.

Alle in diesem Jahr Nominierten waren Frauen. Insgesamt sechs Kandidatinnen kämpften um das Siegertreppchen des seit 1935 vergebenen Literaturpreises. Eine echte Premiere, denn niemals bestand das Nominierten-Feld nur aus Frauen. Die offizielle Preisverleihung findet Ende August in Tokyo statt. Jeder der beiden Autorinnen kann sich über ein Preisgeld in Höhe von einer Million Yen (8.260 Euro) freuen.

Der Akutagawa-Preis wurde 1935 in Erinnerung an den japanischen Schriftsteller Ryunosuke Akutagawa ins Leben gerufen. Der Doppelpreis wurde ebenfalls nach dem Autoren Sanjugo Naoki benannt.

Quelle Kyodo

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