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Kumamoto – Schüler brauchen professionelle Hilfe

Rund 2100 der Grund- und der Junior High-Schüler in Kumamoto brauchen nach den beiden großen Erdbeben Hilfe bei der Traumabewältigung.

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Eine Umfrage des Bildungsausschusses  ergab, dass 3,5 % aller befragten Schüler professionelle Hilfe benötigen, um mit dem Erlebnissen vor über einem Monat zurecht zu kommen.

Unter den 17 Fragen, die an die rund 61.000 Schüler gestellt wurden, waren unter anderen: „Hast du manchmal Probleme einzuschlafen?“ und „Fühlst du dich unwohl, wenn du alleine bist?“ Die Entscheidung, welche Schüler Hilfe benötigen wurde den Schulen überlassen.

Laut der Umfrage brauchen 4,1 % der Junior High Schüler und 3,2 % der Grundschule professionelle Unterstützung. Aufgrund des höheren Bedarfs der Junior High Schulen hat der Bildungsausschuss entschlossen, Psychologen aus anderen Präfekturen anzufordern und Berater öfter an Junior High Schulen zu schicken.

Unabhängig von der Umfrage berichteten Hilfegruppen für Menschen in Kumamoto mit Entwicklungsstörungen, dass seit den Erdbeben mehr als 300 Anfragen von Kindern und Erwachsenen mit Autismus oder Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) eingegangen sind.

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Anfragen über die Schwierigkeiten, denen sie sich in Evakuierungslagern stellen müssen, stiegen direkt nach den Erdbeben direkt an. Dorf gaben Eltern an, dass sich ihre Kinder falsch benehmen und anderen Leuten Schwierigkeiten bereiten.

Darunter befindet sich ein Kind, dem es nicht mehr möglich war in einer fremden Umgebung auf Toilette zu gehen und daher Windeln benötigt. Andere leiden unter emotionalen Stress, sind ruhelos und nicht in der Lage, die Schule zu besuchen.

Hironobu Ichikawa, der Leiter von Japans Netzwerk für Entwicklungsstörungen, verglich diese Entwicklungen mit vergangenen Ereignissen. 1995, einen Monat nach dem großem Erdbeben in Hanshin gab es im Süden der Hyogo Präfektur ebenfalls psychologische Probleme. Ebenso in der Tohuko-Region, nicht mal einen Monat nach dem großem Erdbeben in 2011.

„Leute sollten vermeiden, (Personen mit Entwicklungsstörungen) an die Erdbeben zu erinnern und sie dazu zu bringen, darüber zu reden“, rät Hironobu Ichikawa.

Laut einer Umfrage von 2012 haben 6,5 % aller Grund- und High Shool-Schüler eventuell eine Entwicklungsstörung.

Am Dienstag gab das Oberhaus seine Unterstützung in Form von ¥778 Milliarden für das Geschäftsjahr 2016  bekannt.

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