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Mehr Spenden für Kyoto Animation

Kyoto Animation: Japans Regierung denkt über Steuervergünstigungen für Spenden an das Studio nach

Nach der Brandstiftung beim Anime-Studio Kyoto Animation haben Fans, aber auch viele Firmen Geld gespendet.

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Die japanische Regierung erwähnt nun, Steuererleichterungen für Spenden an das in Kyoto ansässige Studio zu gewähren, sagte Industrieminister Hiroshige Seko am Donnerstag. Die japanische Regierung will so Unternehmen und Einzelpersonen ermutigen, Kyoto Animation bei dem Wiederaufbau zu unterstützen.

Präfekturverwaltung soll Spenden an Kyoto Animation auszahlen

Der Plan der Regierung sieht vor, Spenden an Kyoto Animation vollständig als abzugsfähige Ausgaben zu behandeln, in dem die Spenden an die Präfekturverwaltung gezahlt werden und diese die Spenden dann an das Studio auszahlt, so Regierungsquellen.

Ein solcher Schritt von der japanischen Regierung ist ungewöhnlich. Die Initiative wurde Ende Juli von einer Gruppe Politikern angeschoben und Kabinettschef Yoshihide Suga hat zugesagt, sich mit dem Thema zu befassen.

Wenn Unternehmen in Japan spenden an eine bestimmte Firma leistet, gibt es eine Begrenzung bei der Höhe der abzugsfähigen Ausgaben, die auf der Grundlage von Faktoren wie dem Stammkapital und dem Einkommen der Spender berechnet werden.

Japans Steuerbehörde arbeitet an einem Plan für die Steuererleichterungen

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Finanzelle Unterstützung eines bestimmten Unternehmens durch Personen sind nicht steuerbegünstigt, aber alle Spenden von Unternehmen oder Personen an lokale gemeinden können als abzugsfähige Ausgaben behandelt werden.

Das Wirtschafts-, Handels- und Industrieministerium, das Finanzministerium und die japanische Steuerbehörde werden Details des Plans über Steuererleichterungen für Kyoto Animation-gebundene Spenden ausarbeiten.

„Obwohl noch keine konkreten Details festgelegt wurden, prüfen wir, welche Art von Plan wünschenswert ist“, sagte Seko auf einer Pressekonferenz.

Brandanschlag bei Kyoto Animation, kostete 35 Menschen das Leben

Der Brand bei Kyoto Animation kostete viele Menschenleben
Das abgebrannte Studio von KyoAni Bild: Kyodo

Kyoto Animation, von den Fans oft als KyoAni bezeichnet, ist bekannt für Werke wie „K-On!“ und „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“, die den Alltag von High School Mädchen darstellen.

Das Studio in Kyotos Fushimi Ward, dem Zentrum der Anime-Produktion von Kyoto Animation wurde am 18. Juli von einem 41-jährigen Mann, der laut den Ermittlern einen tiefen Groll auf das Unternehmen hegte, angezündet.

Bei dem Brand kamen 35 Menschen ums Leben, 26 an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung, zwei an Verbrennungen am ganzen Körper und einer an einer unbekannten Ursache, so die Polizei. Bei dem Vorfall wurden 33 weitere verletzt.

Quelle: Kyodo

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