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Das Wichtigste beim Wiederaufbau von Kyoto Animation ist das Herz

Kyoto Animation trauert am 1. Jahrestag des Brandanschlags

Rund 100 Hinterbliebene und Mitarbeiter von Kyoto Animation trauerten am Samstag um die 26 Opfer des Brandanschlags auf ein Studio des Unternehmens.

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Während des Gedenkgottesdienstes auf dem Gelände des Studios von Kyoto Animation, das inzwischen abgerissen wurde, versprach Präsident Hideaki Hatta, das Unternehmen wieder aufzubauen.

In seiner Rede sagte er: „Mit unseren Freunden, ihren Familienmitgliedern und denen, die uns unterstützen eins im Herzen zu sein, werden wir Schritt für Schritt vorwärtsgehen, wenn auch langsam.“

Das Wichtigste beim Wiederaufbau ist das Herz

Während einer Pressekonferenz nach dem Gottesdienst sagte Hatta: „Wir wollen weiterhin Werke schaffen, die den Menschen Träume, Hoffnungen und Inspiration geben.“

Die Gedenkveranstaltung
Bild: Kyodo

„Unsere Fähigkeit, etwas Neues zu schaffen, ist drastisch gesunken, sodass wir weitermachen werden, ohne uns selbst zu stark zu belasten. Das Wichtigste beim Wiederaufbau ist nicht der Bau eines neuen Gebäudes, sondern das Herz“, so Hatta.

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Bei der Zeremonie las einer der anwesenden Hinterbliebenen eine Nachricht vor und sagte: „Wir haben keine andere Wahl, als mit diesen Gefühlen der Traurigkeit und Einsamkeit weiterzuleben.“ Das Unternehmen, im In- und Ausland oft als „KyoAni“ bezeichnet, veröffentlichte ein Gedenkvideo, das Beileidsbotschaften zeigt.

Beginn des Strafverfahrens gegen den Täter könnte noch dauern

Der mutmaßliche Brandstifter wurde im Mai, zehn Monate nach dem Anschlag, offiziell festgenommen, da die Behörden der Meinung sind, dass er sich ausreichend von den lebensbedrohlichen Verbrennungen erholt hatte, die er sich bei dem Brandanschlag zugezogen hat. Da sich sein kritischer Zustand auf die laufenden Ermittlungen auswirkt, bleibt ungewiss, wann sein Strafverfahren beginnen wird.

Der 42-Jährige hat zugegeben, das Studio mit Benzin in Brand gesteckt zu haben und Ermittlungsquellen zitierten ihn mit den Worten: „Ich dachte, ich könnte viele Menschen mit Benzin töten.“ Aus Ermittlungsquellen heißt es, er habe den Ermittlern gesagt, Kyoto Animation habe ihm seinen Roman gestohlen und bezog sich dabei auf eine Arbeit, die er einem öffentlichen Wettbewerb von Kyoto Animation vorgelegt habe. Eine Behauptung, die kurze Zeit später widerlegt wurde.

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