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Kyoto führt Steuern auf Unterkünfte für Touristen ein

Ob Hotel, traditionelles Inn oder private Unterkunft: In Kyoto müssen Touristen seit Montag Steuern auf die Unterkunft zahlen. In dem beliebten Reiseziel sollen damit die Tourismus-Dienstleistungen verbessert werden. Der Beschluss, dass es die Steuer geben wird, sowie einige Details, stehen schon seit fast einem Jahr fest.

Einführung der Steuern in Kyoto

Die Steuern betragen zwischen 200 Yen (ca. 1,50 Euro) und 1000 Yen (ca. 7,50 Euro) pro Nacht. Der genaue Betrag ist abhängig von den Kosten der Unterkunft. Durch diese Abgaben erwartet die Stadt ihr jährliches Einkommen um 4,56 Milliarden Yen zu steigern. So wollen sie die Stadt für Touristen attraktiver machen. Zu den Maßnahmen um dieses Ziel zu erreichen, gehören zum Beispiel auch Pläne zur Verminderung von Staus und weitere Verbesserungen der Beförderung.

Mit der Einführung der Steuern ist Kyoto nun die dritte Kommune, die dies nach Tokyo und der Osaka Präfektur umsetzt. Letztere zielen vor allem auf Reisende ab, die in Unterkünften mit Preisen von mehr als 10.000 Yen übernachten. Studenten und ihre Begleitpersonen auf Schulausflügen werden davon ausgenommen werden.

Ein weiterer – nicht ganz unwesentlicher Grund – für die Erhebung der Steuern ist in Kyoto das Problem, dass die Stadt eine langwierige Knappheit an Unterkünften hat. Die vielen Touristen nahmen daher illegale private Unterkünfte an. Die Zahl dieser ist zurückgegangen, seit die Stadt begonnen hat, ernsthaft dagegen vorzugehen, doch es bleiben weiterhin einige hunderte übrig. Dies stellt die Kommune auch vor das Problem, alle Unterkünfte erfolgreich und gerecht zu besteuern.

Japanweite Verbreitung der Tourismus-Steuern

Andere Städte folgten diesem Beispiel und begannen ebenfalls mit der Erhebung von Steuern auf Unterkünfte. Kanazawa City in Zentral-Japan wird ab nächsten April Steuern einfordern. Die Fukuoka City Versammlung ließen die Verordnung, in der südwestlichen japanischen Stadt eine solche Steuer einzuführen, durch. Auch in Kutchan, einer Stadt auf der nördlichen Insel Hokkaido, wurde ein Gesetzesvorschlag für eine 2-prozentige Steuer auf Unterkünfte an den Stadtrat eingereicht.

Im Juni eröffneten Privat-Unterkunfts-Services japanweit unter einem neuen Gesetz. Dieses soll dabei helfen, Immobilien, die die Bedingungen nicht erfüllen oder die bei den Kommunalbehörden nicht registriert sind, zu eliminieren.

Quelle: Kyodonews

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