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Zuversicht der Branche ist groß

Kyoto und Okinawa erleben Hotelboom

Aufgrund der steigenden Zahl von Touristen haben die Stadt Kyoto und die Präfektur Okinawa einen Hotelboom erlebt, der sich weiterhin fortsetzt.

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Aufgrund der Pandemie ebbte der Tourismus ab, dennoch gab es einige Bauprojekte für neue Hotels, die nun nach und nach fertiggestellt werden, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen, da viele Unternehmen ihre Pläne dennoch weiterverfolgt haben.

Hotelboom in Kyoto ebbte auch während der Pandemie nicht ab

Laut der Stadtverwaltung von Kyoto ist die Zahl der Hotelzimmer seit 2018 um etwa 12.000 angestiegen. Der erneute Hotelboom zeigt deutlich die Zuversicht des japanischen Gastgewerbes, dass sich die Touristenzahlen nach einer langen Zeit der Krise schnell wieder erholen werden.

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Der Boom wird auch dadurch angeheizt, dass es mittlerweile als Statussymbol gilt, ein Hotel in Kyoto zu besitzen, das einen hohen Marktwert hat.

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„Da die Unternehmen die verfügbaren Grundstücke aufkaufen, sobald sie verfügbar sind, sind die Grundstückspreise in Kyoto selbst während der Pandemie nicht viel gesunken“, so ein Sprecher des Kreditforschungsinstituts Teikoku Databank.

Ein Beispiel ist das „Roku Kyoto“, das zur Hilton-Gruppe gehört. Das Hotel wurde im September 2021 eröffnet, als in Japan wegen der Pandemie der Ausnahmezustand herrschte.

Das „Roku Kyoto“ ist nicht günstig, ein Zimmer kostet ungefähr 100.000 Yen (ca. 694 Euro) pro Nacht. Mittlerweile ist es jedes Wochenende ausgebucht.

Es gibt zahlreiche solcher Beispiele, die aus dem Hotelboom hervorgegangen sind. Im Januar, also noch bevor Japan seine Einreisebeschränkungen lockerte, eröffnete das „Okura Kyoto Okazaki Bettei“ und im Sommer 2021 folgte das „Blossom Kyoto“.

Gegenwärtig gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Hotelboom in naher Zukunft nachlassen wird. So plant die Hilton-Gruppe ein weiteres Luxushotel und auch Capella Hotels and Resorts will ein Hotel eröffnen. 2026 folgt dann das geplante Haus von Imperial Hotel. Mittlerweile wurde auch der ehemalige Hauptsitz von Nintendo zu einem Hotel umgebaut.

Immer mehr Hotels in Okinawa mit großem Kultur- und Freizeitangebot

Aber nicht nur Japans Kulturhauptstadt Kyoto erlebt einen derartigen Boom, auch in Okinawa sprießen Hotels geradezu aus dem Boden. Zwar hat die Hotelbranche auch in dieser Präfektur durch die Pandemie gelitten, denn die Zahl der Touristen sank auf etwa 3 Millionen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021. Allerdings geht die Branche davon aus, dass sich die Zahl in diesem Geschäftsjahr wieder auf etwa 6,1 Millionen Touristen erholen wird.

Okinawa hat jedoch ein Problem, da die Zahlen zwischen Herbst und Frühjahr immer um etwa 30 Prozent gegenüber der Hochsaison im Sommer zurückgehen. Dennoch entstehen auch dort immer mehr Hotels, die ebenso versuchen, das ganze Jahr über Gäste anzulocken.

Ein Beispiel ist das „Hoshinoya Okinawa Hotel“, das eine Vielzahl an Kultur- und Freizeitaktivitäten anbietet, um das ganze Jahr über attraktiv für Touristen zu sein – ein Trend, der sich auch in anderen Regionen des Landes allmählich durchsetzt.

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