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Kyoto veröffentlicht Maßnahmenpaket, um die Einwohner vor den Massen an Touristen zu schützen

Bürgermeister spricht deutliche Worte

Die Stadtverwaltung von Kyoto kündigte Sofortmaßnahmen an, um die Überlastung an beliebten Sehenswürdigkeiten und im öffentlichen Nahverkehr zu bekämpfen. Außerdem will die Stadt das Verhalten ausländischer Touristen verbessern.

Damit reagiert die Stadtverwaltung auf die zunehmende Kritik der Einwohner von Kyoto. Die Besorgnis über die sich verschlechternde Lebensqualität wurde durch den sogenannten „Übertourismus“ verstärkt, da Kyoto ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen ist.

Wir können in Kyoto keinen Tourismus zulassen, der die Einwohner nicht respektiert

Auf einer Pressekonferenz sagte Bürgermeister Daisaku Kadokawa: „Kyoto ist keine Stadt für Touristen. Es wird gelobt für seine Tempel, die Natur, die malerischen Aussichten, sowieso das Essen und die Lebenskultur. Wir können keinen Tourismus zulassen, der das Leben der Einwohner nicht respektiert. Wir streben an, eine Stadt für nachhaltigen Tourismus zu werden, der mit dem Leben der Einwohner harmonisiert.“

In einer Initiative der Stadtverwaltung und der Kyoto City Tourism Association wird der gesamten Stadt, sowie jeder Touristenattraktion eine Bewertung des Besichtigungskomforts (Überlastungsbewertung) zugewiesen, die online abrufbar ist. Das soll Überlastungen durch Touristen vermeiden.

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Die Berechnungen basieren auf einer Analyse einer künstlichen Intelligenz, die über drei Jahre anhand von Standortdaten, Wetter, Wochentag, Uhrzeit und andere Faktoren, die Rankings errechnet hat. Das Programm kann die Überlastung für die nächsten sechs Monate vorhersagen. Das Bewertungssystem wird im offiziellen Reiseführer der Stadt Kyoto vorgestellt, damit Touristen ihren Besuch besser planen können.

Auf der Webseite wird das Wetter bereits bis zu einer Woche im Voraus angezeigt, außerdem werden Bereiche vorgestellt, die kaum von Touristen besucht werden.

Das System wurde im Herbst 2018 bereits in Arashiyama getestet. Rund 10 Prozent der Touristen in der Region haben den Dienst genutzt. In einer Umfrage gaben etwa die Hälfte der Befragten an, dass sie ihre Pläne aufgrund der Empfehlungen geändert haben.

Die Stadtverwaltung von Kyoto hofft, dass sich der Dienst schnell verbreitet und sich die Lebensbedingungen für die Einwohner so verbessert.

Touristen sollten Schienenverkehr benutzen

Um den Busverkehr in Kyoto zu entlasten, wird West Japan Railway Co. den Nutzern des „Kansai Area Pass“, ein Ticket speziell für ausländische Touristen, die Möglichkeit geben, mit U-Bahnen und der Keihan-Linie der Keihan Electric Railway zu fahren. So sollen Touristen dazu gebracht werden, den Schienenverkehr zu nutzen.

Als weitere Maßnahme werden am Flughafen Kansai Videos gezeigt, die Einreisende über die Lebensweise und das Benehmen der Einwohner von Kyoto zeigt. Die Videos werden auch an diversen Sehenswürdigkeiten gezeigt.

Aufkleber, die Besucher ermahnen, keine Abfälle unbedacht wegzuwerfen und in bestimmten Bereichen nicht zu fotografieren, werden auch in Touristenunterkünften, Restaurants und an anderen Orten in der Stadt angebracht.

Zudem will die Stadt mit der Reisebranche und ausländischen Medien zusammenarbeiten um den „Übertourismus“ zu bekämpfen.

Quelle: MA

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