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Kyoto will Busbezahlsystem überarbeiten

Japan – Kyoto hat bekannt gegeben, dass das aktuelle Busbezahlsystem überarbeitet werden soll, um Verzögerungen, die meist durch Touristen verursacht werden, zu reduzieren.

Aktuell steigen die Fahrgäste hinten im Bus ein und vorne aus, nachdem sie beim Fahrer bezahlt haben. Doch vor allem Touristen haben damit ein Problem, da sie teilweise nicht sicher wissen, wieviel sie bezahlen müssen oder da sie bereits vorne im Bus warten, um ihre Station nicht zu verpassen. So kommt es immer wieder zu kurzen Verzögerungen bei der Weiterfahrt des Busses, der so einiges an Zeit während der gesamten Strecke verliert. Besonders an stark frequentierten Ecken kostet das aktuelle System viel Zeit. Es wird bereits seit 1972 eingesetzt, doch nun soll das Tarifsystem verändert werden.

Seit Oktober 2017 hat Kyoto zu Testzwecken an Wochenenden mehrmals ein „Board and pay at the front and exit at the back“-System erprobt, was unserem deutschen Bezahlsystem entspricht. Den Test hat die Stadt auf einer der verkehrsreichsten Linien, der Route 100, durchgeführt. Diese Route führt zu einigen wichtigen touristischen Zielen, wie dem Kiyomizudera Tempel, dem Gion-Distrikt und dem Ginkakuji Tempel und ist die am stärksten überlastete Route während der Hochsaison.

Nachdem die Fahrgäste während dem Test gebeten wurden, vorne einzusteigen und direkt zu bezahlen, bevor sie sich nach hinten bewegen und den Bus durch die Hintertür verlassen, sparten die Busse etwa 0,2 Sekunden pro Fahrgast beim Ein- und Aussteigen. So konnte eine Reduzierung von 11,5 Sekunden also etwa 20 Prozent der durchschnittlichen Wartezeit eingespart werden. Auch die Passagiere waren größtenteils zufrieden, weshalb die Stadtverwaltung beschlossen hat, das Voraben fortzusetzen. Nun sollen 61 der 83 Pauschalstrecken durch das neue System ersetzt werden, sodass allen geholfen wird. Allerdings steht noch nicht fest, ab wann die Änderungen in Kraft treten, da nicht an allen Haltestellen die erforderlichen Umrüstungsarbeiten durchgeführt werden können.

Aus diesem Grund hofft die Behörde, dass sie die Änderungen schrittweise einführen können. Allerdings liegt es laut Nihon Bus Association im Ermessen der verschiedenen Betreiber, welches Boarding-System verwendet wird. Neben Kyoto ist das neue System auf für den öffentlichen Busverkehr im Großraum Tokyo, Yokohama und Kawasaki gebräuchlicher. In diesen Gebieten wird unabhängig von der zurückgelegten Strecke ein Pauschaltarif berechnet, sodass das Bezahlen beim Einsteigen kein Problem darstellt. Anders ist es in den Großstädten der Kansai-Region, wie Osaka, Kobe und Takatsuki. Diese Städte waren nach dem zweiten Weltkrieg die ersten, die einmannbetriebene Busbetriebe einführten, wie sie auch in Kyoto noch eingesetzt werden.

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