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Vergleich zu 2019

Laut einer aktuellen Studie werden Japaner immer unsportlicher

Eine aktuelle Umfrage der japanischen Regierung deutet darauf hin, dass das Niveau der körperlichen Fitness in der Bevölkerung im Vergleich zu den Jahren vor Corona gesunken ist.

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Hisashi Naito ist Professor für Sportphysiologie an der Universität Juntendo und arbeitete an der Studie mit. Er sagte, dass die Ergebnisse nicht ausschließlich auf COVID-19 zurückzuführen seien, da eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielt.

Fitnessskala gestaffelt nach Alter

Die japanische Sportbehörde hat von Mai bis Oktober 2021 eine Studie durchgeführt, bei der die körperliche Kraft von circa 48.000 Japanern im Alter von 6 bis 79 Jahren gemessen wurde. Eine Reihe von Übungen, wie z.B. zur Griffkraft oder Sit-Ups wurden bewertet.

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Dabei wurde für die Altersstufe 6 bis 19 eine 80-Punkte-Skala verwendet, während Ältere an einer 60-Punkte-Skala gemessen wurden. Dabei machten die Jüngeren 8 oder 9 Übungen und die Älteren 6 oder 7 Übungen.

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Für Mädchen im Alter von 13 Jahren lag die Gesamtpunktzahl für 2021 bei 51,76 Punkten, was 1,69 Punkte unter dem Wert von 2019 lag. Männer Ende 40 erreichten aktuell 33,31 Punkte und zeigten damit einen Rückgang um 0,75.

Ältere werden deutlich unsportlicher

Frauen in ihren späten 70ern hingegen erreichten 35,33 Punkte und lagen damit mit 1,44 Punkten hinter dem Ergebnis 2 Jahre zuvor. Die meisten Gruppen schnitten schlechter ab als noch 2019, wobei der Leistungsrückgang gerade bei Älteren signifikant war.

Auch Langstreckenlauf war unter den bewerteten Kategorien, bei dem Schüler einen deutlichen Rückgang verzeichneten. 13-Jährige waren auf einer Strecke von 1.500 Metern (Jungen) bzw. 1.000 Metern (Mädchen) bis zu 11 Sekunden langsamer als noch vor der Pandemie. Auch die Ausdauer der über 65-Jährigen nahm deutlich ab.

Frauen zwischen 20 und 50 Jahren machten laut ihrer Selbsteinschätzung zu Bewegungsgewohnheiten mindestens einmal pro Woche Sport und damit weniger als Japaner anderer Altersgruppen. „Es ist möglich, dass das sportliche Umfeld für Frauen, die berufstätig sind oder Kinder erziehen, nicht gut geeignet ist“, sagte Professor Naito.

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