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Menschen verschwenden weniger

Lebensmittelverschwendung geht in Japan erneut zurück

Japan hat schon lange ein enormes Problem mit der Lebensmittelverschwendung, die vor allem durch Convenience Stores verursacht wird. Allerdings gibt es einen Abwärtstrend und im Geschäftsjahr 2018 sind die Zahlen zurückgegangen.

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Ein Bericht der Regierung bestätigte am Dienstag, dass im Geschäftsjahr 2018 um die sechs Millionen Tonnen essbare Lebensmittel entsorgt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 120.000 Tonnen weniger. Gleichzeitig ist es der niedrigste Wert seit Aufzeichnungsbeginn 2012.

Bewusstsein für die Lebensmittelverschwendung wächst

Haushalte verursachten 2018 um die 2,76 Millionen Tonnen an dem unnötigen Müll. Bei den Convenience Stores und Restaurants waren es hingegen 3,24 Tonnen verschwendeter Lebensmittel. Die kompletten Lebensmittelabfälle, die auch Abfallprodukte wie Eierschalen und Fischgräten erfassen, lag 2018 bei 25,31 Tonnen, was nur ein leichter Rückgang ist.

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Die Regierung erklärt sich die Entwicklung damit, dass die Menschen immer mehr ein Bewusstsein für die Lebensmittelverschwendung entwickeln und versuchen sie zu verhindern. Auch Unternehmen haben zuletzt sich darum bemüht, die Verschwendung von Produkten zu reduzieren.

Japans Regierung motiviert Firmen und Haushalte etwas gegen die Verschwendung zu tun, um sie nachhaltig zu reduzieren. Geplant ist, dass bis zum Geschäftsjahr 2030 nur noch 4,89 Tonnen an guten Lebensmitteln weggeworfen werden.

Gesetzte Ziele sind zu schaffen

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Umweltminister Shinjiro Koizumi sagte dazu auf einer Pressekonferenz, dass sie vermutlich bei dem Tempo das Ziel erreichen werden. Eine leichte Aufgabe wird es jedoch trotzdem nicht. Aus dem Grund will Koizumi weiterhin mit Unternehmen und lokalen Regierungen zusammenarbeiten.

Unter anderem soll der Einsatz von Behältern zum Mitnehmen von Resten gefördert werden. Ebenfalls soll mit Werbekampagnen auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht werden.

Es ist gut möglich, dass die Pandemie positive Auswirkungen auf die Statistiken hat. Wirklich einschätzen lässt sich das jedoch nicht, da es meistens zwei Jahre dauert, bis die Regierung für ein Geschäftsjahr den Bericht zu Lebensmittelabfällen erstellen kann.

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