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HomeNachrichten aus JapanLehrer aus Hyogo motivieren andere Lehrer, Katastrophenhilfeteams zu gründen

Mehrer andere Gruppen folgen dem Beispiel und gründen eigene Teams

Lehrer aus Hyogo motivieren andere Lehrer, Katastrophenhilfeteams zu gründen

1995 erschütterte ein schweres Erbeben Kobe. Insgesamt starben bei dem Erdbeben der Stärke sieben 6.434 Personen und zerstörte tausende Häuser. Die Katastrophe ist nun fast 25 Jahr her und Menschen nutzen ihr Wissen, um zum Katastrophenschutz beizutragen. Unter anderem gründeten Lehrer Katastrophenhilfeteams und motivieren andere, das Gleiche zu tun.

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Die erste Gruppe entstand 2000 in der Hyogo Präfektur. Die Region war besonders hart von dem Beben getroffen worden. Eingerichtet wurde das Notfall- und Rettungsteam von Schulmitarbeitern der Präfektur und der Organisation EARTH. Sie wollten so andere Regionen unterstützen, um ihnen die Hilfe, die sie nach dem Beben erhielten, zurückzugeben.

Immer mehr Gruppen mit Lehrern entstehen

Zu Beginn waren es nur 90 Lehrer und Mitarbeiter, die Teil des Teams waren. Mittlerweile sind es 220 Personen, die bereit sind bei einer Katastrophe zu helfen. Sie kamen bereits beim Tohoku Beben 2011 und dem Kumamoto Erbeben 2016 zum Einsatz. Die Gruppe schickte Hilfeteams in die Katastrophengebiete, um den Menschen zu helfen. Unter anderem halfen sie bei der Bewirtschaftung von Notunterkünften, stellten psychische Betreuung für Kinder bereit und unterstützen die Wiedereröffnung von lokalen Schulen. Wenn die Lehrer nicht in Katastrophengebieten sind, stellen die Gruppe Informationen zur Katastrophenhilfe für Bildungseinrichtungen bereit.

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Nach dem Beben in Kumamoto entstand Juni 2018 eine weitere Gruppe, nach dem klar wurde, wie nötig solche Initiativen von den Bildungsbehörden der Präfekturen sind. Das Team schickte noch im selben Jahr Personen nach Osaka und Westjapan, in deren Region es ein starkes Erdbeben und schwere Regenfälle gab. Eine dritte Gruppe wurde erst im Dezember 2019 gegründet und besteht aus 28 Lehrern und anderen Personen in der Präfektur Miyagi.

Takashi Chubachi, ein Mitglied des Teams, hofft, dass sie in der Zukunft Katastrophengebieten helfen können. Die wachsende Zahl der Katastrophenhilfeteams scheint dabei immer mehr Menschen zu motivieren, es ihnen nachzumachen. In Mie soll so diesen Herbst das vierte Team unter dem Bildungsausschuss der Präfektur mit vermutlich 80 Personen entstehen. Hokkaido denkt ebenfalls über eine Gruppe nach.

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Die Lehrer aus Hyogo freuen sich über die Entwicklung. Hiroshi Asahori, 57 Jahre und Highschool Lehrer, gab an, dass sie sehr ermutigt sind. Kooperationen wären laut ihm einfacher, wenn es derartige Teams im ganzen Land gibt. Zusätzlich würde ein Austausch von Erfahrungen aus den anderen Regionen zwischen den Lehrern dabei helfen auf verschiedene Katastrophen zu reagieren. Asahori hofft deswegen, dass die Zentralregierung über ein System nachdenken, mit dem Katastrophenhilfeteams aus unterschiedlichen Präfekturen zusammenarbeiten können.

JP

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