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Lehrkräfte sind gezwungen, Überstunden zu machen

Lehrkräfte in Japan verdienen bessere Arbeitsbedingungen

Ein Gericht in Saitama hat eingeräumt, dass Lehrkräfte in Japan bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter verdienen.

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Zwar wies das Gericht eine Klage auf Entschädigung für unbezahlte Überstunden einer Lehrkraft ab, wies aber darauf hin, dass Lehrer im Rahmen eines Gesetzes über Sondermaßnahmen zur Regelung der Gehälter benachteiligt werden.

Lehrkräfte in Japan verdienen eine bessere Behandlung

Obwohl das Urteil die Forderung des Lehrers nach einer Entschädigung in Höhe von 2,4 Millionen Yen (ca. 18.632 Euro) durch die Präfekturverwaltung Saitama abwies, wurde es als beispiellos begrüßt, da der Vorsitzende Richter anerkennt, dass Lehrkräfte eine bessere Behandlung verdienen.

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Der 62-jährige Grundschullehrer argumentierte außerdem, dass die Nichtbezahlung von Überstunden illegal sei.

Der Vorsitzende Richter räumte zwar ein, dass die Lehrkraft mehr als die vorgeschriebenen acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche gearbeitet habe,  sagte aber, der Mann war nicht in der Lage, seine Aufgaben ohne Überstunden zu erledigen.

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Der Kläger, dessen Klage abgewiesen wurde, kündigte an, dass er in Berufung gehen will.

„Warum müssen Lehrer weiterhin Überstunden umsonst machen?“, so der Mann nach dem Gerichtsverfahren. „Unsere Arbeitsbelastung nimmt aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der verstärkten Nutzung von Tablet-Computern zu. Ist es in Ordnung, dass Japan sich nicht an das Arbeitsschutzgesetz hält?“

Nach dem Gesetz über Sondermaßnahmen bei der Bezahlung werden die Monatsgehälter von Lehrern anstelle von Überstundenzuschlägen um 4 Prozent aufgestockt.

Aktuelle Gegebenheiten zwingen Lehrer zu Überstunden

Der Richter sagte, das Gesetz entspreche nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten, unter denen viele Lehrkräfte gezwungen sind, auf der Grundlage von Arbeitsanweisungen der Schulleiter eine bestimmte Anzahl von Überstunden zu leisten.

Zwar wurde die Klage abgewiesen, aber die deutlichen Worte des Richters könnten nun dazu führen, dass das Bildungsministerium das Gesetz schneller überarbeiten wird, um faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Eine Reform der Arbeitsbedingungen ist für 2023 geplant.

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