LGBT-Community bittet Osaka, Regenbogenaufkleber von Toiletten zu entfernen

Mitglieder von Japans LGBT-Community haben die Regierung von Osaka gebeten, die Regenbogenaufkleber auf den Kamutoteko-Toiletten (den Mehrzweck-Toiletten) zu entfernen. Bis heute sind die Mitglieder der Gemeinschaft nicht komplett akzeptiert, sodass sich einige Mitglieder noch nicht geoutet haben.

Osaka gilt als Pionier der Lesbian-, Gay-, Bisexual- und Transgender-Rechte. Außerdem war der Yodogawa-Bezirk 2013 die erste Regierungsstelle des Landes, die offizielle Unterstützung für die LGBT-Community erklärte. Auch wenn diese Geste erst nur symbolisch gemeint war, wuchs sie schnell zu einer größeren Bewegung der Sensibilität, die nun alle Bereiche Osakas umfasst. So hat die Regierung von Osaka umfassende Regelungen getroffen, um allen Lebensstilen in kommunalen Angelegenheiten Rechnung zu tragen.

Unter anderem wurden die auszufüllenden Anträge angepasst, um das breitere Spektrum den Bedürfnissen aller Bürger anzupassen. Auch hatte die Stadt damals beschlossen, Regenbogenaufkleber an Kamutoteko-Toiletten anzubringen. Diese Einzeltoiletten sind für Männer, Frauen, Menschen mit Babys und Menschen im Rollstuhl. Also für so ziemlich jeden, der eine Toilette benötigt oder eine Windel wechseln muss. Zu Beginn dieses Jahres hatte die Präfekturverwaltung diese Aufkleber auf rund 240 Toiletten im öffentlichen Raum rund um Osaka anbringen lassen.

Doch am 20. April gab Osaka bekannt, dass sie die Aufkleber nicht mehr verwenden werden, nachdem sie Beschwerden von LGBT-Gruppen erhalten hatten. Der Grund für die Beschwerden der Community ist denkbar einfach. Da sich noch nicht alle Mitglieder geoutet haben, befürchten sie, dass sie sich durch das Benutzen der Toilette unfreiwillig outen könnten. Außerdem sind Schwule, Lesben, bisexuelle Menschen und natürlich auch Trans*- Menschen genauso Menschen wie jeder andere. Somit haben sich die Mitglieder dieser Gemeinschaft schon vorher berechtigt gefühlt, die Toiletten zu benutzen.

Schwerer haben es Trans*-Menschen, die eine Toilette für Frauen oder Männer benutzen wollen, obwohl sie mit dem anderen Geschlecht geboren wurden, da sie sich so schneller outen könnten, als ihnen lieb ist.

Die Stadtverwaltung von Osaka war bezüglich der Beschwerde zunächst verwirrt, da sie der Meinung waren, dass sich niemand als LGBT-Mitglied outen würde, wenn sie diese Toiletten benutzen, da sie für alle Menschen geeignet seien. Dennoch haben sie auf die Bitte der Community reagiert.

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