• News
  • Podcast
Home News Licca-Chan - Eine Puppe als Symbol der Hoffnung in Fukushima
Anzeige

Licca-Chan – Eine Puppe als Symbol der Hoffnung in Fukushima

Licca-Chan feierte ihren 50. Jahrestag im eigenen Freizeitpark, welcher sich in der Fukushima-Präfektur befindet. Durch die Entfernung von nur 40 km zu dem Kernkraftwerk Fukushima I ist die Besucherzahl des Parks drastisch gefallen. Mit Licca als Botschafterin hofft man hier auf Besserung.

Licca Kayama, abgekürzt mit dem Namen Licca-Chan, ist das japanische Gegenstück der Barbie-Puppe. Mit dem Gesicht eines 11-jährigen Schulmädchens machte sie im Jahre 1967 ihr Debüt und ist selbst heute noch vor allem bei Touristen und Kindern sehr beliebt. Natürlich ist sie daher in ihrem eigenen Freizeitpark der Star. Der Freizeitpark wurde 1993 in der Stadt Ono durch ihren Puppenhersteller Tomy Co. ins Leben gerufen.

Durch die Goldene Woche (29. April – 5. oder 6.Mai), welche eine große Feiertagsperiode in Japan ist, gab es einen großen Andrang in Licca-Chans Schloss. Yasuta Sato, der Gründer von Tomy Co., möchte mit dem Schloss den Prozess der Herstellung von Licca-Chan den Besuchern anschaulich machen. Neben den 4 Generationen der Puppe, die man im Schloss betrachten kann, ist es den Besuchern auch möglich, den Puppenherstellern zuzusehen, wie sie beispielsweise Haare implantieren und die Puppe in detailreicher Arbeit fertigstellen.

Speziell zu ihrem 50. Jahrestag wurde ein neuer Garten in den Freizeitpark eingebaut, in welchem sich eine lebensgroße Licca-Chan Puppe befindet. Zudem gibt es Kostüme für Erwachsene und Kinder. Die 58-jährige Besucherin Chieko Aizawa, welche mit ihrer Enkelin aus Ishinomaki, der Miyagi-Präfektur angereist ist, wollte die Licca-Chan aus ihrer damaligen Generation betrachten.

Die Wände im zweiten Stock des Gebäudes sind gespickt mit kleinen Nachrichten der Besucher, welche Solidarität und Ermutigungen ausdrücken:

„Sei stark, Fukushima“

„Unsere Herzen sind mit dir“

Der 48-jährige Mitarbeiter Yoshino Hakata berichtet, dass man zu dem Zeitpunkt der Katastrophe Angst vor der Zukunft hatte. Zwar befindet sich der Freizeitpark mit einer Entfernung von 40 km zum Kernkraftwerk nicht mehr in der Evakuierungszone, jedoch ist die Besucherzahl stetig gesunken. Um den Besuchern die nötige Sicherheit zu vermitteln, wurde im Park ein Innenbereich zum Spielen aufgebaut. Außerdem wird die Radioaktivität in diesem Gebiet jeden Tag gemessen und auf einem Blog veröffentlicht. Durch diese Maßnahmen stieg die Besucherzahl wieder an. Zudem freut sich Hakata über jedes lachende Kindergesicht.

Selbst vor dem Erdbeben und der nuklearen Katastrophe spielte Licca-Chan eine große Rolle für die Stadt Ono. 1993 wurde sie als „Prinzessinen-Botschaftlerin“ berufen, um die Bevölkerungsdichte anzukurbeln. Seitdem wurden jedes Jahr festliche Beleuchtungen vor dem Freizeitpark angebracht.

Direkt nach der nuklearen Notsituation wurden keine Eintrittsgebühren verlangt, damit Kinder einen sicheren Ort zum Spielen haben konnten. Zudem können diejenigen, die für die Stadt unter dem furusato nozei (Heimatssteuer) Programm spenden, aus etlichen Souvenirs wählen, darunter auch eine Licca-Chan Puppe, die ein pinkes Kleid trägt. Diese war so beliebt, dass von den ursprünglich 500 speziell angefertigten Puppen nach einer Woche nur noch 45 übrig waren.

Das Steuerprogramm ermöglicht den Menschen eine von der Steuer absetzbare Spende auszuführen. Im Austausch dafür erhält man ein Souvenir. Licca-Chan wird durch ihre Berühmtheit also auch weiterhin für Ono als Botschafterin arbeiten.
Quelle: JapanTimes

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück