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Fahrrad- und Rollerfahrer sorgte bereits für zahlreiche Unfälle

Lieferdienste sorgen in Japan für immer mehr Verkehrsverstöße

Aufgrund der aktuellen Weltlage sind Lieferdienste so beliebt wie noch nie. Auch in Japan gibt es eine starke Zunahme an Diensten. Die Fahrer, die meistens auf Motorrollern oder Fahrrädern unterwegs sind, sorgen jedoch immer mehr für Verkehrsverstöße.

In den letzten Monaten sorgten zahlreiche Unfälle für Aufsehen. Im April starb ein Lieferant in den 20ern, als er mit einem Auto zusammenprallte. Im Mai kollidierte ein Fahrer mit einer Frau in den 50ern bei einer Lieferung. Ein Lieferant auf dem Roller wurde im Juli auf dem Nagoya Expressway gesehen, was streng verboten ist. Die Liste an Vergehen und Unfällen durch Lieferanten ist mittlerweile lang.

Fahrer bekommen kaum Anweisungen

Die Polizei hat aufgrund der Zunahme an Vorfällen die Betreiber von Essens-Lieferanten im ganzen Land aufgefordert, dass sie Maßnahmen zur Straßenverkehrssicherheit ergreifen. Besonders Lieferanten auf Fahrrädern seien in letzter Zeit mit gefährlichem Verhalten aufgefallen.

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Ein 35 Jahre alter Fahrer von Uber Eats aus dem Suginami Bezirk von Tokyo erklärte, dass sich Unternehmen bisher nicht wirklich für das Thema interessierten. Seit August 2019 liefert er mit dem Fahrrad Essen und seitdem hatte er keinen einzigen Kurs zur Verkehrssicherheit. Er bekam nur ab und zu E-Mails vom Arbeitgeber, in denen Mitarbeiter allgemein aufgefordert wurden sich an die Verkehrsregeln zu halten.

Lieferdienste verführen mit Boni zu Verkehrssünden

Viel helfen tut das am Ende jedoch nicht und der Dienst provoziert regelrecht Regelverstöße. So erhalten Lieferanten einen Bonus, wenn sie es schaffen eine bestimmte Anzahl an Bestellungen in einem gewissen Zeitraum zu erledigen. Das führt dazu, dass viele Fahrer bemüht sind möglichst schnell zu arbeiten und unachtsamer sind.

Vor allem Studenten, die nun vermehrt wegen der vielen Entlassungen als Fahrer arbeiten, sind auf den Bonus angewiesen. Zeit für Verkehrsregeln bleibt deswegen nicht. Dazu kommt, dass die neuen Fahrer beim Fahren ihre Smartphones benutzen, da sie sich noch nicht so gut in der Gegend auskennen.

Uber Eats selbst äußerte sich bereits zu der Zunahme an Verstößen durch ihre Fahrer. Sie haben wohl bereits Gegenmaßnahmen ergriffen. Unter anderem soll es nun Verkehrskurse geben und Warnungen für Fahrer, die deutlich zu schnell fahren. Wer sich nicht daran hält, soll auch Strafen bekommen. Allgemein bemühe sich das Unternehmen nach eigenen Angaben darum, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu stärken.

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