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Japans Bevölkerung ist weiter unzufrieden mit Verteilung

Lieferung der Abenomasks beginnt endlich auch in den restlichen Teilen Japans

Schon vor Wochen wurde von der japanischen Regierung angekündigt, dass 50 Millionen Haushalte in ganz Japan jeweils zwei kostenlose Stoffmasken erhalten. Seitdem ist allerdings eher wenig passiert. Anfang des Monats waren sie nämlich nur in Tokyo verteilt. Es folgt nur ein paar weitere Regionen. Nun wurde bestätigt, dass auch endlichen die restlichen Präfekturen ihre Masken erhalten sollen.

Seit Samstag laufen die Lieferungen in den übrigen 34 Präfekturen. Zuvor gingen Lieferungen an medizinische Einrichtungen, Schwangere und stark betroffene Gebiete wie Tokyo und Osaka. Allerdings haben in Tokyo und anderen Gebieten auch noch nicht alle ihre Lieferung erhalten. Freude kommt bei der restlichen Bevölkerung jedoch nicht auf. Schon vor Wochen wurde deutlich, dass die Stoffmasken überwiegend zu klein und teilweise verseucht sind.

Masken werden teilweise nicht mehr benötigt

Zweites ist der Grund wieso sich die Auslieferung vermutlich so stark verzögerte, da nach Tausenden Beschwerden die Lieferungen zurückgenommen und überprüft wurden. Aufgrund der Pannen werden die Masken mittlerweile nur noch als Abenomasks bezeichnet. Es handelt sich um ein Wortspiel von Masks und Abenomics, das Wirtschaftskonzept von Premierminister Shinzo Abe, was hochgelobt wurde, sie nun jedoch nun immer mehr zu einem Problem entwickelt.

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In einigen Gebieten, wie Miyagi und Nara kritisieren die Menschen die Regierung für ihr langsames und schlampiges Handeln. Sie benötigen die Masken theoretisch nicht mehr. Die Mehrheit der Präfekturen weist keine oder nur sehr wenig Infizierte auf. Dazu ist in 42 der 47 Präfekturen der Ausnahmezustand wieder aufgehoben.

Zusätzlich haben die meisten Einwohner sich bereits selbst mit einem Mundschutz versorgt. Ursprünglich war der Grund für die Verteilung nämlich das Entgegenwirken der akuten Knappheit an Masken.

Experten zweifeln weiterhin an der Wirksamkeit des Projektes

Ein Mann aus Sendai, Miyagai, erklärte dazu, dass er die Stoffmasken nicht verwendet, da sich der Lieferengpass bei den Exemplaren im Handel gelegt hat. Sauer ist er trotzdem, da die Regierung viele Steuergelder und Zeit in die nutzlose Maßnahme gesteckt hat.

Wirtschaftlich ist das Projekt tatsächlich eine Katastrophe. Mehr als umgerechnet 397 Milliarden Euro kostet die Maßnahme. Besonders aufgrund der Probleme und der Verzögerung sind viele der Ansicht, dass an anderer Stelle das Geld besser angelegt wäre.

Experten sind sich dazu sicher, dass das Projekt nicht wirklich wirksam ist. Ebenfalls sagen sie jedoch, dass sich die Öffentlichkeit auf eine zweite Infektionswelle vorbereiten soll. Vielleicht sind die Masken dann doch noch ganz nützlich.

Kyodo

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