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Angestellter aus Gifu arbeitet 730 Tage an perfekter Origami-Katze

Wenn das Hobby zum Beruf wird

Der Angestellte Yuga Arisawa aus Mino in der Präfektur Gifu arbeitete zwei Jahre daran, seine Technik im Origami-Falten zu perfektionieren. Aus einem kleinen Blatt zaubert er jetzt in zwei Stunden mühevoller Handarbeit eine perfekte Origami-Katze.

Bei seiner Arbeit an den winzigen Origami-Werken verlässt sich der 21-jährige Bastler auf seine Hände und ein paar Werkzeuge, wie Ahle, Pinzette und Zahnstocher. Vor allem für den richtigen Druck seien die Finger immer noch am besten geeignet, erklärt Arisawa.

Für seine Origami-Katzen verwendet der junge Mann aus Gifu klassisches japanisches Washi-Papier, das nur 5 Zentimeter groß ist. Ein falscher, nur wenige Millimeter großer Knick kann das Werk ruinieren.

Arisawa arbeitet bei Corsoyard, einem Hersteller von handgemachtem Washi-Papier. Seine Aufgabe besteht darin, jeden Tag kleine Origami-Katzen zu basteln, die anschließend mit Acryl überzogen und als Schmuck für Ohrringe oder Halsketten verkauft werden. Mithilfe von Zahnstocher, Pinzette und anderen Werkzeugen braucht Arisawa 83 Falten, bis er eine Origami-Katze fertig hat.

Der junge Mann ist mittlerweile ein Experte darin, schnell eine perfekte Katze mit gestrecktem Leib und geschmeidigem Schwanz zu falten. Dabei ist das Papier so dünn, dass es fast wie Glas wirkt. Dementsprechend vorsichtig muss Arisawa auch mit dem extrem dünnen Papier arbeiten.

Frühe Leidenschaft für Origami

Der junge Angestellte überlegte sich die Origami-Katze selbst. Er verbrachte 730 Tage damit, die richtige Technik zu entwickeln und verschiedene Typen zu erstellen. Besonders wichtig war dem Bastler dabei ein dreidimensionales Design.

Bereits im Kindergarten zeigte sich die Leidenschaft des Jungen für Origami. Damals verwendete er Werbe-Blätter als Basis für seine ersten Falt-Versuche. In der sechsten Klasse erhielt er von seinen Eltern ein Buch, in dem ein anderer Origami-Künstler seine Werke präsentierte. Arisawa versuchte sich direkt an dem kompliziertesten Stück, einem Drachen. Damit tauchte er ein in die Welt der „hochkomplexen“ Origami-Kultur.

Der Schüler experimentierte mit verschiedenen Designs, um seine Fähigkeiten stetig zu verbessern. Im Laufe der Zeit entwickelte er fast 100 verschiedene Origami, darunter Passagierflugzeuge, Saxofone und Elefanten.

Back to the Basics

Bei seinen Versuchen bemerkte Arisawa, dass es vor allem auf das richtige Papier ankommt. Klassische Origami sind nicht groß, deswegen muss das Papier sowohl dünn als auch stabil sein. Nachdem er mit verschiedenen Sorten experimentiert hatte, landete der junge Bastler wieder bei traditionellem Washi-Papier.

Anleitung Kabuto Helm Origami
Bild: Rose I.

Damals lebte der Junge noch in Sapporo, wo er in einem Geschäft landete, das das Papier noch selbst herstellte. Dabei erfuhr er auch, dass die Branche mit Nachwuchs-Problemen zu kämpfen hatte. Damit war das Interesse Arisawas geweckt, selbst in die Welt des Papiers einzutauchen. Er besuchte mehr als 10 Fabriken für Washi-Produktion in vier Präfekten, um alles über die Herstellung zu lernen. Damals besuchte der Junge gerade einmal die Oberstufe.

Er freundete sich mit dem Leiter des Corsoyard-Studios in Mino an, der ebenfalls für das japanische Papier lebt. Im März 2016, direkt nach seinem Abschluss, zog Arisawa nach Mino, wo er bei Corsoyard sein Studium der Papierherstellung aufnahm.

Der junge Bastler nutzt seine Fähigkeiten als Origami-Künstler, um eine eigene Schmuckserie aufzubauen, wobei seine Werke mittlerweile zu den Herzstücken und Bestsellern des Angebots gehören. Arisawa arbeitet etwa zwei bis drei Stunden an einer Katze. Eine Origami-Katze kostet dann fertig 10.800 Yen (90 Euro).

Quelle: AS

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