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Anime-Wachmann schützt Japaner bald zu Hause und im Büro

Mit seinem kompetenten Aussehen und der schicken Uniform wirkt ein neuer Wachmann im Anime-Stil, als wäre er direkt einem Dating-Simulator Game entsprungen. Was auch kein Wunder ist, schließlich entstand er mit der Hilfe von DeNA, einem der größten japanischen Anbietern für Handy-Spiele.

Anders als in entsprechenden Games, ist dieser Wachmann allerdings nicht dazu da, um irgendwelche virtuelle Herzen zu brechen, sondern um einen sehr realen Job zu erledigen. Der virtuelle Wachmann ist ein gemeinsames Projekt von Secom, Japans führender Hersteller für Haus- und Bürosicherheitssysteme. Mit dem Telekommunikationsriesen Docomo realisierte Secom bereits einige erfolgreiche Projekte. Da ist es kein Wunder, dass der Anbieter auch jetzt wieder mit an Bord ist. Das neue gemeinsame Projekt verfügt über eine Vielzahl an Funktionen, die über das reine Bewachen hinaus gehen.

Das System verfügt über eine Software zur Gesichts- und Spracherkennung. Diese ermöglicht es dem virtuellen Wachmann zu entscheiden, ob er einen berechtigten Angestellten vor sich hat, dem er Einlass gewähren darf, oder ob es sich um einen Fremden handelt. Auch auf mitgebrachte, unter Umständen gefährliche Gegenstände, achtet der mechanische Aufpasser. Er achtet auch auf Personen, die ihr Gesicht mit einem Helm oder anderweitig verdecken. Die entsprechenden Personen werden höflich, aber nachdrücklich gebeten, ihr Gesicht zu zeigen.

Eine eingebaute Kamera leitet ihr Signal an eine zentrale Überwachungsstelle weiter. Auf diese Weise kann er virtuelle Wachmann auch seine sehr realen Kollegen anfordern, wenn es darum geht, eine zwielichtige Person dingfest zu machen.

Das System kann allerdings auch als virtuelle Empfangskraft fungieren und Gästen begrüßen oder ihnen bei der Orientierung helfen. Die Dame oder der Herr, je nachdem was der Kunde wünscht, ist in der Lage auf einfache Fragen zu antworten und erkennt sogar die Größe der Personen, die ihr gegenübersteht. Auf diese Weise neigen sich die Figuren zu Kindern oder kleineren Personen hinunter, um mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren zu können.

virtueller Wachmann
Bild: Secom

Dasselbe Erkennungsprotokoll, das auf kriminelle Aktivitäten achtet, kann auch verwendet werden, um auf medizinische Vorfälle zu reagieren. So ist der virtuelle Aufpasser auch in der Lage selbstständig Hilfe zu holen, sollte ein Besucher zusammenbrechen oder sonstige Anzeichen von Unwohlsein zeigen.

Die Wach-KI ist sowohl in weiblicher als auch männlicher Ausführung geplant, sodass auch eine Wachfrau als auch ein netter Concierge denkbar sind. Genauso wie Bodyguards ein spezielles Training durchlaufen müssen, ist auch eine perfekte Sicherheits-KI noch nicht vom Himmel gefallen. Die Entwicklung des virtuellen Wachmanns ist noch nicht abgeschlossen. Allerdings plant Secom sein System spätestens im nächsten Jahr voll einsatzbereit auf den Markt zu bringen.

Wachfrau
Bild: Secom

Quelle: Secom

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