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Echte Architekten entwerfen stylische Bento-Häuschen

Architektonische Bento-Boxen überzeugen in den sozialen Netzwerken

Bento-Boxen sind in Japan mehr als nur eine Möglichkeit, verschiedene Speisen zu transportieren. Vor allem bei den Inhalten lassen sich die Hersteller einiges einfallen, um ihren Kunden leckere Gerichte für zwischendurch zusammenzustellen. Die Aufteilung in verschiedene, getrennte Fächer und Ebenen stellt Platz für die unterschiedlichsten Kreationen zur Verfügung.

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Der japanische Twitter-Nutzer Takumi „Anhelo“ Sekiya bemerkte die große Ähnlichkeit zwischen dem Aufbau einer klassischen Essensbox und dem Aussehen eines durchdesignten Gebäudes. Er und einige Freunde taten sich zusammen und gründeten das Start-up, Kenchiku Bento (Bento Architektur). Das Unternehmen lässt sich beim Design seiner Lunchboxen von der japanischen Architektur inspirieren und nimmt sich bekannte Gebäude als Vorlage für seine Boxen. Entstanden sind einzigartigen Boxen-Designs, die Gestaltung und Effizienz miteinander verbinden.

Bento-Boxen sind eine Kunst für sich

Das vierköpfige Designerkollektiv begann damit, die japanische Architektur umfassend zu analysieren, um so neue Konzepte für individuelle Lunchboxen zu erstellen. Alle Arbeiten sollen nach dem Motto entstehen, dass eine Raumkomposition der perfekte Spiegel für ein großartiges Interieur ist. Das architektonische Layout soll die Vorstellung der einfachen Bento-Box auf ein neues Level heben.

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Normalerweise sind die meisten herkömmlichen Bento-Boxen flach gehalten. Kenchiku Bento setzt hingegen auf kompakte Bauweise, die versucht, jedes bisschen Platz optimal auszunutzen, da Bauland in Japan, vor allen in den Städten, kaum noch vorhanden ist. Das mehrschichtige Design soll aber trotzdem dafür sorgen, dass das bekannte Bento-Erlebnis erhalten bleibt.

Sekiya’s Bekannter, der Architekt Sou Fujimoto, stellte ihm das Design „Tokyo Apartment“ vor, das der Japaner über seinen Twitter-Account teilte. Das Design der Box ist dem einer modernen Wohnung aus dem Tokyoter Stadtteil Itabashi nachempfunden. Durch eine spezielle Anordnung entstehen mehrere kleine Wohnungen, die zusammen einen großen Komplex ergeben.

Tokyoter Bento Box
Tokyo Apartment Design Bild: Kenchiku Bento

Das Auge isst mit

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Das Design soll gleichzeitig die Idee widerspiegeln, dass in Japan viele verschiedene Nationalitäten auf engsten Raum miteinander leben können. Speisen aus unterschiedlichen Ländern werden in der vorgestellten Box zwar in einzelne Behälter gefüllt, ergeben aber am Ende ein leckeres Gesamterlebnis.

Die Verschmelzung von Architektur und Bento-Box verspricht nicht nur leckere Gerichte, sondern auch einige Überraschungen, da man die Köstlichkeit aus ganz neuen Blickwinkeln entdecken kann, denn die Haus-Boxen verfügen über abnehmbare Decken oder Fenster, durch die man die Speisen vorher betrachten kann. Bisher veröffentlichte das Start-up seine Designs nur in den sozialen Netzwerken und über eine eigene Homepage, es bleibt abzuwarten, ob und wann sie den großen Handel erobern.

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