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Ausländischer Cosplayer in Tokyo verhaftet, weil er einen gefälschten Ausweis der Selbstverteidigungskräfte bei sich trug

Der Cosplayer erklärte, er gehörte zu seinem Kostüm, die Polizei sah das anders

Echte Cosplayer werden jedem erklären, dass ihr Handwerk weit über das Tragen einfacher Kostüme hinausgeht. Denn es geht nicht nur um die passende Kleidung, auch die kleinsten Details sind wichtig und Accessoires müssen entsprechend umgesetzt werden.

Es gibt aber auch Dinge, die man nicht kopieren sollte, was ein 23-jähriger ausländischer Student auf die harte Tour lernen musste. Der junge Mann besitzt eine chinesische Staatsbürgerschaft und lebt im Tokyoter Stadtteil Taito, wo er eine japanische Sprachschule besucht. Der Student wurde auf der Straße in Setagaya aufgefordert, sich auszuweisen. Die japanische Polizei ist befugt, dies von Ausländern auch ohne besonderen Grund zu verlangen.

Ein zu echtes Cosplay sorgt für Ärger

Während der Student seinen Ausweis heraussuchte, stellte einer der Polizisten fest, dass er eine realistische Nachbildung eines Ausweises der Japanischen Selbstverteidigungskräfte bei sich trug. Die Kopie enthielt auch den zweisprachigen Schriftzug (Japanisch und Englisch), der nachweist, dass der Träger des Ausweises Mitglied der Japanischen Selbstverteidigungskräfte ist.

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Die Karte trug auch ein echtes Foto des jungen Chinesen neben einem fiktiven Namen. Das Ablaufdatum war auf den 15. Juli im fünften Jahr der Reiwa-Zeit datiert, was 2024 entspricht. Demzufolge wäre der Ausweis sogar gültig gewesen, wenn er denn echt wäre. Gleichzeitig stellten die Beamten fest, dass der junge Mann im Besitz eines zweiten gefälschten Ausweises der Selbstverteidigungskräfte verfügt. Bei diesem war das Gültigkeit-Datum aber bereits abgelaufen.

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Polizei nahm den Studenten fest

Der Student bestritt allerdings, dass er die Papiere widerrechtlich verwenden wollte. Stattdessen sollten sie zu einem Cosplay gehören, mit dem er als Mitglied der Japanischen Selbstverteidigungskräfte verkleidet, an einem Überlebensspiel teilnehmen wollte. Bei diesen Spielen treten verschiedene Gruppen oder Paintballs oder per Airsoft gegeneinander an. Der Student wurde von einem anderen Chinesen, den er online kennen gelernt hatte, zu einem solchen Game eingeladen. Der junge Mann erklärte, 2.000 Yen (16,30 Euro) für den gefälschten Ausweis bezahlt zu haben.

Ob unabsichtlich oder nicht, das japanische Rechtssystem geht nicht zimperlich mit Menschen um, die gefälschte Dokumente bei sich tragen, die ihnen potenziell Zugang zu sensiblen Bereichen gewähren. Mittlerweile wurde der Cosplayer wegen Fälschung offizieller Dokumente verhaftet. Die Ermittler prüfen, ob er den Ausweis benutzte, um einen Stützpunkt der Selbstverteidigungskräfte zu betreten. Bisher handelt es sich um einen Erst-Fall, sodass der junge Mann von einer Gefängnisstrafe verschont bleiben könnte. Allerdings sollte der Student sich beim nächsten Mal besser überlegen, welche Accessoires er für seine Cosplays verwendet.

NHK WN

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