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HomeNachrichten aus JapanLifestyleAusstellung in Gifu hält Tradition der Chochin-Papierlaternen am Leben

Immer mehr historische Handwerke sterben aus

Ausstellung in Gifu hält Tradition der Chochin-Papierlaternen am Leben

Chochin-Laternen, Papierlaternen mit besonders kunstvollen Mustern, gehören zu den traditionellen Handwerksgegenständen, die heute kaum noch hergestellt werden. Die Laternen sind für ihr besonders beruhigendes Licht bekannt. In Gifu wurden sie in einem alten Stadthaus der Öffentlichkeit präsentiert.

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Die Ausstellung mit dem Titel „Akari no Ie“ („Haus des Lichts“) wurde vor wenigen Tagen in der Residenz Matsui-tei eröffnet. Das über 100 Jahre alte Stadthaus ist heute im Kawaramachi-Viertel in Gifu zu finden. Früher beherbergte das historische Gebäude eine Papier-Großhandlung, die knapp 100 Jahre fest ins Stadtbild gehörte. Insgesamt schlossen sich neun Unternehmen, die auch der Gifu Chochin Cooperative angehören, zusammen, um verschiedene Arten von Papierlaternen ausstellen zu können.

Bedrohte Tradition aus Gifu

Die Bandbreite reicht dabei von eher modernen Designs bis hin zu traditionellen Laternen, wie sie während des Obon-Sommerfestes vielerorts aufgestellt werden. Die Lichter sollen die Geister der Ahnen zu den Feierlichkeiten führen. Bis heute werden die aufwendigen Laternen aber auch als Design-Objekte für die Inneneinrichtung verwendet. Es ist das erste Mal, dass eine solche Ausstellung in einem traditionellen Stadthaus stattfindet. Die Organisatoren suchten lange nach einem Gebäude, das das besondere Flair der Laternen aus Gifu noch unterstreicht.

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Gleichzeitig steht auch das traditionelle Handwerk, das nötig ist, um die aufwendigen Kunstwerke herzustellen, im Fokus. Die Fertigkeiten, die dafür nötig sind, werden seit der Edo-Zeit (1603 – 1867) weitergegeben. Die Besucher erhielten die Gelegenheit, den Künstler vor Ort selbst über die Schulter zu schauen. Jeden Tag nahmen andere Kunsthandwerker an der Demonstration teil, die jeweils einen eigenen Stil prägen.

Handwerk droht in Vergessenheit zu geraten

Ein Künstler zeichnet aufwendige Motive auf hochwertiges traditionelles Washi-Papier, bevor ein weiterer Handwerker dieses um einen Bambus-Rahmen wickelt, das später das Gehäuse der Papierlaterne darstellt. Die meisten Handwerker sind jenseits der 60 und möchten, dass möglichst viele Besucher nach Gifu kommen, um die besondere Eleganz und die beruhigende Wirkung der Laternen selbst zu erleben.

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Leider handelt es sich nur eine sehr kurzzeitige Präsentation, die bereits am 17. November endete. Der Eintritt war frei, wobei die Ausstellung nur zwischen 15:30 Uhr und 19:00 Uhr geöffnet war. Kurzentschlossene konnten sich direkt bei der Gifu Chochin Cooperative anmelden. Wer sich dort ein Zeitfenster für die Ausstellung sicherte, erhielt dann gegebenenfalls vorrangig Zugang zum Gebäude.

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