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Biersteuer gilt auch für „Goku Zero“-Getränke aus Sapporo

Das Bezirksgericht von Tokyo wies den Antrag einer Brauerei aus Sapporo, ihr alkoholisches Getränk „Goku Zero“ vom Steuersatz für Bier ausnehmen zu lassen, zurück. Das seit 2013 verkaufte Getränk wird mit Bier-Aromen hergestellt.

Derzeit gibt es in Japan drei Steuersätze für Getränke. Biere liegen in der höchsten Klasse, gefolgt vom malzarmen „Happoshu“-Bier. Malzfreie Biere fallen in die dritte und unterste Kategorie.

Die Brauer aus Sapporo wollten ihr „Goku Zero“-Bier in die unterste Steuergruppe eintragen lassen, was ein Richter jetzt allerdings untersagte. Das Gericht unterstützt die Entscheidung der nationalen Steuerbehörde, die aufgrund des Produktionsprozesses die Einteilung in eine höhere Steuerklasse für alkoholische Getränke entschied. Das Unternehmen prüft jetzt weitere juristische Schritte.

Die Brauerei aus Sapporo begann im Juni 2013 mit dem Verkauf ihres Getränkes „Goku Zero“ als Bier der Kategorie drei. Im Mai 2014 stellte das Unternehmen die Produktion vorübergehend ein, als die Steuerbehörde es dazu aufforderte, den Herstellungsprozess des Getränks offenzulegen.

Die Hersteller des Biers zahlten freiwillig 11,6 Milliarden Yen (93 Millionen Euro) an die Steuerbehörde nach, nachdem „Goku Zero“ seinen Status als Bier der Kategorie drei verlor. Als die Behörde sich nicht überzeugen ließ, die Hochstufung zurückzunehmen, leitete die Brauerei das Klage-Verfahren ein.

Seit Juli 2014 verkaufte die Firma ihr „Goku Zero“-Bier als „Happoshu“-Getränk, nachdem es die Inhaltsstoffe und die Produktion noch einmal prüfte.

Die steuerlichen Lücken zwischen den drei Arten Bieren wird sich aufgrund einer Neuerung des Alkoholsteuergesetzes im vergangenen Jahr allerdings bald lösen, sodass sich auch der Rechtsstreit als unnötig erweisen wird. Ab Oktober 2020 gleicht die Regierung die drei Alkoholsteuer-Klassen schrittweise an, sodass es ab 2026 nur noch eine einheitliche Steuer für alkoholische Getränke gibt.

Die Brauereien begannen vor einiger Zeit, ihren Fokus auf Biere der dritten Kategorie zu legen. Da diese Produkte keiner hohen Steuer unterlagen, entwickelten sich diese Betriebe sehr schnell. Der einheitliche Steuersatz soll dieser Entwicklung, weg vom Alkohol, wieder entgegenwirken.

Der feste Steuersatz für 350 Milliliter alkoholischem Getränk soll ab 2026 bei 55 Yen (50 Cent) liegen. Eine erste Anpassung erfolgt im Oktober 2020, sodass sich die Werte für die verschiedenen Kategorien langsam angleichen.

Die Bier-Hersteller gehen davon aus, dass sich der Trend zur Sparsamkeit bei den Verbrauchern allerdings noch verstärkt. Im Herbst dieses Jahres steigt die Verbrauchersteuer ebenfalls um 10 Prozent.

Quelle: The Asahi Shimbun

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