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Tipps und Tricks für euren eigenen kleinen japanischen Garten

Bonsai, Steine, Gartenmöbel: Tipps und Tricks für den Weg zum eigenen japanischen Garten

Japanische Gärten sind für viele der Inbegriff von Harmonie. Sehnsuchtsorte, die zum Staunen, Entspannen oder auch zum Meditieren einladen. Japans Gärten sind wunderschön, aber für einen spontanen Spaziergang sind sie doch etwas zu weit weg. Das ist aber noch lange kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Immerhin ist es gar nicht mal so schwierig, sich ein kleines Stückchen Japan in den eigenen Garten oder auf den Balkon zu holen.

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Die japanische Gartenkunst ist vielschichtig. Sie ist ein Spiegel japanischer Philosophie und Geschichte, weswegen sich auch die Gärten selbst im Laufe der Zeit in ihrer Form immer wieder verändert haben. Ihr Wandel vollzog sich allerdings nicht nur durch innere, sondern auch durch äußere Einflüsse. Gerade Indien und China prägten Japans Gartenlandschaften auf einer religiösen wie kulturellen Ebene nachhaltig.

Im eigenen Garten

Steine und Pflanzen

Bei Gärten im japanischen Stil geht es nicht um Quadrat- oder Kubikmeter, sondern um Harmonie. Es ist also nicht wichtig, wie groß euer Garten oder euer Balkon ist. Entscheidend ist, wie ihr den Raum gestaltet, der euch zur Verfügung steht.

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Steine gehen aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit natürlich immer in irgendeiner Form. Immerhin sind sie verglichen mit Bäumen und Sträuchern eher pflegeleicht.

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Wenn ihr euch allerdings dazu entscheidet, die ein oder andere für japanische Gärten typische Baum- oder Strauchart anzupflanzen, solltet ihr euch am besten vor dem Kauf darüber informieren, ob euer Garten auch wirklich für sie geeignet ist.

Ebenso wichtig ist ihre Pflege. Nicht jede Pflanzenart kann zu jeder Jahreszeit geschnitten, also geformt werden. Hier ist es ebenfalls sinnvoll, sich im Vorfeld zu informieren.

Mobiliar und Dekoration

Natürlich muss sich bei der Gestaltung nicht nur auf die Nutzung natürlicher Ressourcen beschränkt werden. Auch Gartenmöbel und Dekorationselemente wie Statuen oder auch Lampen können viel zur Atmosphäre eures Gartens oder auch Balkons beitragen.

Für Außenanlagen, die gemeinschaftlich genutzt werden, eignen sich Loungemöbel besonders gut. In diesem Bereich gibt es auch viele Möbel, die einen ganz modernen japanischen Touch haben.

Ein Vorteil unserer modernen Zeit: Möbel im japanischen Stil sind nicht mehr ausschließlich in Japan selbst erhältlich. Auch im europäischen Raum gibt es inzwischen viele Unternehmen, die japanische Einrichtungsgegenstände anbieten.

Wenig Platz? Kein Problem!

Ihr habt als Außenanlage „nur“ einen ganz kleinen Balkon oder ein etwas größeres Fensterbrett zur Verfügung? Keine Panik. Japanische Gartenkunst gibt es auch im Kleinformat.

Zu den wohl faszinierenden Gartenbaukünsten Japans zählt wohl die Gestaltung der „Bonsai“. Baum- und Straucharten werden hier traditionell in kleinen Gefäßen angepflanzt. Bei richtiger Pflege behalten die Pflanzen über Jahrzehnte hinweg ihre verhältnismäßig kleine Größe und verwandeln sich zu kunstvollen Miniaturen ihrer ausgewachsenen Verwandten.

Es gibt unterschiedliche Wege, auf denen man sich Bonsai ins Haus holen kann. Sie können selbst herangezüchtet und gestaltet oder „fertig“ gekauft werden. Wer die Gestaltung und Pflege nicht selbst übernehmen kann oder möchte, hat die Möglichkeit, seinen Bonsai zur weiteren Gestaltung auch in die Hände einer Fachkraft zu geben.

Bonsai-Gärten, -Zentren und -Werkstätten sind inzwischen auch in Deutschland weitverbreitet. Viele von ihnen bieten Workshops, Beratungs- sowie private Pflege- und Gestaltungsdienste an.

Allgemein solltet ihr auch hier darauf achten, welche Baum- oder Strauchart ihr euch anschafft. Üblicherweise wird zwischen Indoor- und Outdoor-Bonsai unterschieden. Man sollte sich in jedem Fall vor einem eventuellen Kauf darüber informieren, ob die gewünschte Pflanze tatsächlich draußen oder doch nur drinnen stehen darf.

Grundlegendes über die japanische Gartenbaukunst

Die Seele der Steine

In japanischen Gärten spielen seit jeher nicht nur Pflanzen, sondern auch Steine eine große Rolle. Das hat mehrere Gründe. Ursprünglich wurden innerhalb der Gärten mit Steinen Gebetsstellen eingerichtet.

Ebenso war es üblich, Kies bedeckte Flächen bei Shinto-Schreinen oder in Innenhöfen buddhistischer Tempel anzulegen. Die Bedeutung der Steine hing immer unmittelbar mit ihrer Art und ihrer Anordnung zusammen. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Steinformationen oder Felsen dienen häufig als ein Symbol für Berge, Inseln oder Felsen, während Kiesflächen für Wasserflächen stehen. Es ist üblich, die Kies- und Sandflächen mit einer Harke zu formen und so zu gestalten, dass sie wie eine Wasseroberfläche mit Strudeln und Wellen aussehen. Dabei wird stets ein großer Wert auf klare und ruhige Linien gelegt.

In japanischen Gärten sind Steine also deutlich mehr als bloßes dekoratives Beiwerk. Sie haben wie fast alles in dieser Gartenbaukultur eine starke Symbolkraft und sollen sogar über eine eigene Seele verfügen. Ruhe und Stille haben in Gärten dieser Art seit jeher eine übergeordnete Funktion. Sie ermöglichen nämlich die Reflexion des eigenen Selbst und wer ganz besonders leise ist, soll sogar ausgewählte ältere Steine flüstern hören können, so heißt es.

Hölzer und Pflanzen

In einem japanischen Garten wird traditionell eher wenig dem Zufall überlassen. Jedes Element hat eine bestimmte Funktion oder Bedeutung und wird daher bewusst platziert und gestaltet. Das gilt für die Pflanzen ebenso wie für die Steine.

Ahorn, Ginkgo, Kamelie und Kiefer sind hier besonders häufig vertreten. Mit ihnen können bestimmte Perspektiven geschaffen und/oder auch Berge dargestellt werden. Pflanzen, die Berge oder auch Gebirgsformationen darstellen sollen, werden traditionell zumeist besonders stark geschnitten und in Form gebracht.

Des Weiteren wird bei der Gestaltung häufig in Ebenen gedacht. Ob kleine, mittlere oder ausgewachsene Bäume und Sträucher platziert werden, hängt davon ab, wie in dem jeweiligen individuellen Fall am ehesten eine harmonische Landschaft geschaffen werden kann.

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