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Bubble Tea-Läden gehen reihenweise pleite

Corona läutet das Ende des Bubble Tea-Hypes in Japan ein

Bubble Tea war im Sommer 2019 das Szene-Getränk in Japan und zahllose Shops schossen überall im Land aus dem Boden. In der warmen Jahreszeiten verkauften die Geschäfte teilweise Ein-Liter-Becher an durstige Menschen. Aber auch in der kalten Jahreszeit bleiben die Kunden dem Blasen-Getränk treu.

Was der Winter nicht schaffte, hat Corona jetzt vollbracht, zahlreiche Geschäfte haben den Ausnahmezustand und Look-Down in den großen japanischen Städten nicht überstanden. Auch große Ketten wie Gong Cha und CoCo mussten schon mindestens zehn Filialen allein in Tokyo aufgeben. Die fehlenden Touristen sorgten dafür, dass der Verkauf regelrecht einbrach.

Neue Kreationen sollen das Geschäft am Leben erhalten

Andere Geschäfte haben es geschafft, indem sie in belebte Fußgänger-Passagen umzogen oder ihre Angebot auf Kaffee-Spezialitäten und kleine Snacks erweiterten. Oftmals suchen sich die Anbieter auch bekannte regionale Franchise aus, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Außerdem versucht man immer mehr mit regionalen und saisonalen Produkten zu arbeiten, was ebenfalls Kunden anzieht.

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Die Bubble Tea-Kette Gong Cha hat sein Angebot um auf Essig basierende Fruchtmischung erweitert. Mit den Getränke auf Essig-Basis folgte die Kette Anfang der 2000er Jahren in Japan einem bestehenden Gesundheitstrend, um so die vermehrt gesundheitsbewussten Japaner anzusprechen. Die neuen Getränke werden außerdem mit ungewöhnlichen Früchten kombiniert, um einen besonderen Genuss zu bieten.

Andere Ketten arbeiten mit völlig neuen Kreationen und kombinieren den Tee mit Dan-Dan-Nudeln oder traditionell getrockneten Nudeln, um eine scharfe Ramen-artige Mischung zu kreieren. Ob diese neuen allerdings ausreichen, um die restlichen Geschäfte am Laufen zu halten, wird in Japan von vielen nicht erwartet.

Bubble Tea-Fans bleiben optimistisch

Auch Online ist das Echo auf den Tod der Bubble Tea-Ketten geteilt. Die einen gehen davon aus, dass das des Hypes mit Beginn der Corona-Krise sowieso schon erreicht war und die Pandemie den Verfall nur beschleunigte. Viele machen die teils überhöhten Preise für den Rückgang der Verkäufe verantwortlich.

Viele Menschen in Japan sind aber auch traurig, dass der Boom wohl erst einmal vorbei ist, denn sie sind bis heute begeistert von den hochwertigen Kreationen, die teilweise angeboten wurden. Die echten Fans trauern dem Hype zwar hinterher, viele haben aber auch nur zum Bubble Tea gegriffen, weil es halt gerade Trend war und suchen jetzt nach neuen Sorten.

Dass die aktuelle Entwicklung aber das völlige Ende für Bubble Tea in Japan bedeutet ist allerdings nicht zu erwarten. Denn seit über 30 Jahren wird das Getränk mit den kleinen Blasen in Japan angeboten, selbst wenn es nur wenige bekannte Läden gab. Einen Vorteil haben die Trink-Becher nämlich, man kann sie mitnehmen und ist nicht auf große Lokale angewiesen, um seinen Tee zu verkaufen.

Bubble Tea Stand
mobiler Bubble Tea- Stand Bild: Botanist

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