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Menschen sollen Spaß beim Essen haben

Curry-Teller mit Staudamm werden in Japan zum Hit

Japanische Städte werden gerne kreativ, um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Stadt Unnan in Shimane hat mit einem ungewöhnlichen Curry-Teller einen überraschenden Verkaufsschlager geschaffen.

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Was den Teller so besonders macht, ist eine Nachbildung der Notschleusen des Obara-Staudamms, der sich in der Stadt befindet. In der Mitte des Geschirrs soll er Reis und Curry trennen, wobei die Soße gleichzeitig durch die „Schleusen“ in den Reis läuft.

Ein Staudamm für Curry

Designt wurden die Teller von der lokalen gemeinnützigen Organisation Sakura-Orochi, die sie zu der Schleusenöffnung März 2020 auf den Markt brachte. Angefertigt werden sie per Hand von einem Keramikkünstler. Ganz neu ist das Konzept dabei nicht. Der Gruppe war allerdings wichtig, dass die Notschleusen des Staudamms nachgebildet werden.

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Jedes Jahr werden im März die jeweils 11,5 Meter breiten und 14 Meter hohen Notschleusen wegen Wartungsarbeiten geöffnet. Die Öffentlichkeit darf dem Spektakel dabei zugucken. 2020 wurde das Ereignis wegen der Pandemie jedoch abgesagt.

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Trotzdem erfreuten sich die Teller großer Beliebtheit und alle 16 Stück waren sofort ausverkauft, wobei es auch Anfragen von außerhalb der Präfektur gab. Da es sich um Handanfertigung handelt, konnten so schnell nicht mehr produziert werden.

Erst jetzt gelang es 21 neue Teller in drei verschiedenen Größen und mit verbesserten Design wieder anzubieten. Der kleinste ist 18 Zentimeter groß und wird für 1.200 Yen (ca. 9,22 Euro) angeboten. Die größte Version kostet 1.800 Yen (ca. 13,83 Euro) und ist 21,5 Zentimeter groß.

Teller sollen den Menschen in der Pandemie Freude machen

Wie erwartet war auch dieses Mal die Nachfrage sehr groß. Ursprünglich war geplant, dass der Tourismusverband Okuizumo die Teller in der JR-Station Izumo-Minari in Okuizumo anbietet. Da aber alle Teller ausverkauft sind, müssen sie nun auch die nächste Charge warten.

Der Verwaltungsdirektor der Organisation erklärte, dass die Menschen mit dem kleinen Staudamm Spaß haben und versuchen sollen, das Curry durch die Tore laufen zu lassen. Er hofft dabei, dass die Menschen während der Pandemie durch die Teller zu glücklicheren Gesprächen angeregt werden. Da Curry sehr beliebt in Japan ist, auch als sehr scharfe Variante, kommen Familien sicher ins Gespräch.

Der Obara-Staudamm wurde 2012 fertiggestellt und befindet sich stromaufwärts des Hii-Flusses. Er ist 90 Meter hoch und kann 60,8 Millionen Kubikmeter fassen. Damit hat er das große Fassungsvermögen in der ganzen Präfektur. Neben der Stromproduktion soll der Damm auch beim Hochwasserschutz und der Trinkwasserversorgung helfen.

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