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Die neue Ära birgt zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten für japanische Unternehmen

Die Änderung der Ära, die mit dem Wechsel des Kaisers in Japan einhergeht, ist ein ganz besonders Ereignis für das Land. Und genau das wollen viele Unternehmen nutzen. Daher versuchten zahlreiche Firmen, sich Geschäftsmöglichkeiten zu sichern indem sie Produkte mit den beiden Schriftzeichen „Reiwa“ vorbereiten und auf den Markt bringen.

Nur zwei Minuten und 27 Sekunden nach der Fernsehansage, in der der Name der neuen Ära offiziell bekannt gegeben wurde, gab es die ersten Produktangebote. Ein Hersteller von Präzisionsteilen in der Präfektur Hiroshima nahm zu dem Zeitpunkt erste Bestellungen auf seiner Homepage auf. Sie boten Teile an, die mit dem Namen der neuen Ära via Laserdruck beschriftet sind. Ein Beamter der besagten Firma Castem Co. Erklärte, sie seien froh ihr Ziel erreicht zu haben. Sie wollten maximal drei Minuten für die Veröffentlichung brauchen. Sie hofften, dadurch eines der schnellsten Unternehmen, das ein Produkt mit dem Namen der „Reiwa“-Ära zu sein.

Die neuen Artikel und Produkte sollen dabei jedoch nicht einfach nur neue Geschäftsmöglichkeiten darstellen, sondern auch den neuen Kaiser und die neue Ära ehren. Denn der „Gengo“-Name wird für die gesamte Amtszeit eines Kaisers verwendet. Und ein Umbruch ist in Japan ein ganz besonders wichtiges Ereignis. Denn viele alltägliche Bereiche sind durch diesen Namen beeinflusst. Zum Beispiel auf Münzen, Kalendern und anderen offiziellen Dokumenten ist die Jahreszählung abhängig vom Start des neuen Zeitalters. In diesem Jahr beginnt also in ganz Japan die Jahreszählung wieder bei Jahr 1.

Der neue Ära-Name bringt vielen Unternehmen automatisch neue Aufträge

Daher haben viele Unternehmen ganz automatisch durch die Änderung der Ära zusätzliche Arbeit. Der große Kalenderhersteller Todan Co. produziert einen Tischkalender, der ab Mai beginnt. Denn am 30. April tritt Kaiser Akihito ab und ab dem 1. Mai beginnt mit der Übernahme des Throns durch Prinz Naruhito die Reiwa-Ära. Das Design des Kalenders umfasst das neue Gengo, das ein Kalligraph am Montag schrieb. Und auch die Briefmarkenfirma Matsushima Seikodo Co. gab neue Produkte in Auftrag. Ihre Fabrik soll Korrektursiegel herstellen, die auf bereits gedruckten Dokumenten, die noch das aktuelle Gengo Heisei Siegel tragen, zusätzlich aufgedruckt werden können. Und die Nachfrage nach solchen Briefmarken ist groß. Denn viele japanische Unternehmen und Regierungsstellen verfügen über Vorräte an Dokumenten, die noch den Namen der Heisei Ära tragen. Das Unternehmen hat bereits Tausende von Bestellungen für die Produkte erhalten.

Auch nach Korrekturstempeln und Aufklebern für Epochennamen ist die Nachfrage besonders hoch. Denn Behörden benötigen nicht nur korrigierte Briefmarken, sondern auch andere Korrekturutensilien dank des Starts der neuen Ära. Dank dieser vielen neuen Geschäftsmöglichkeiten bringt der Epochenwechsel also zugleich einen Aufschwung in die Wirtschaft Japans. Diese sind laut den Erwartungen von Experten vermutlich nur recht begrenzt. Dennoch lässt die auf 10 Tage verlängerte Golden Week auf zusätzliche Einkäufe und Ausgaben hoffen, die zusätzlich zu wirtschaftlichem Wachstum führen. Koya Miyamae, ein leitender Ökonom bei SMBC Nikko Securities Inc. schätzt, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen allein in den zehn Tagen rund 377 Milliarden Yen (ca. 3 Milliarden Euro) betragen würden.

Mit dem Rücktritt von Kaiser Akihito – der als erster Monarch seit rund 200 Jahren den Thron nicht mit dem Tod abtritt – beschloss die japanische Regierung, das Gengo einen Monat vor der Nachfolge anzukündigen. So wollen sie möglichen Störungen durch den Kalenderwechsel vorbeugen.

Quelle: Kyodo

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