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Hunde an Bord

East Japan Railway plant hundefreundliche Zugreisen umzusetzen

Die East Japan Railway Co. (JR East) hat im vergangenen Mai ein Versuchsprogramm für Shinkansen gestartet, bei dem die Hunde der Fahrgäste auch auf den normalen Zugsitzen Platz nehmen durften. Die Aktion kam so gut an, dass das Unternehmen inzwischen an einem speziellen Angebotspaket für Reisende mit Hunden arbeitet.

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Viele Menschen wollen ihre Hunde gerne auf ihre Reisen mitnehmen. Für die Tiere bedeutet das aber meistens vor allem eines: Stress.

Wenn die Zugreise zum Stressfaktor wird

Wer in Japan mit dem Zug reisen und seine Hunde direkt mitnehmen möchte, kann sie nicht einfach im Wagen frei herumlaufen lassen oder sie auf dem Arm tragen. Haustiere müssen in speziellen Transportboxen, Taschen oder Käfigen untergebracht werden, die bestimmte Auflagen erfüllen müssen.

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Normalerweise werden die Tiere in tragbaren Käfigen transportiert, die eine Gesamtlänge, -breite und -höhe von bis zu 120 Zentimetern haben. Tier und Käfig dürfen dabei zusammen nicht mehr als zehn Kilogramm wiegen. Außerdem müssen die Fahrgäste für die Mitnahme der Käfige eine zusätzliche Gebühr entrichten.

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Die JR East möchte an diesen Verhältnissen in Zukunft einiges ändern und arbeitet aktuell an einem Konzept, das vor allem die Käfige überflüssig machen soll.

Das Versuchsprogramm

Im Mai organisierte die JR East eine erste Probefahrt, an der insgesamt 35 Fahrgäste und 20 Hunde teilnahmen. Die Tiere durften es sich dabei auf den regulären Sitzplätzen bequem machen.

Die Sitze im Wagen waren zuvor mit speziellen, antibakteriellen Laken überzogen worden. Die Hunde konnten aus dem Fenster schauen, auf den Sitzen schlafen oder auch direkt auf dem Schoß der Fahrgäste Platz nehmen.

Die Tiere hatten deutlich mehr Bewegungsfreiheit und auch die Fahrgäste genossen die entspannte Atmosphäre.

Nach dem Pilotprojekt konnten zwischen dem „haustierfreundlichen“ Wagen und dem normalen Wagen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Menge an Tierhaaren oder anderen Luftschadstoffen festgestellt werden. Schlechte Tiergerüche wurden ebenfalls nicht gemeldet

Das Konzept bleibt dennoch auch innerhalb des Bahnunternehmens umstritten.

Kritik auch aus den eigenen Reihen

Während andere Fahrgäste sich wegen ihrer Tierhaarallergien sorgen, diskutiert man innerhalb der JR East noch über neue Reinigungskonzepte für die Wagen und die Anpassung der Fahrpläne.

Man überlegt, die Fahrgäste, die ihre Haustiere mit sich führen, innerhalb der Züge direkt von den anderen Fahrgästen zu trennen und jedes Jahr nur eine begrenzte Anzahl von Sonderfahrten für Haustiere anzubieten.

Noch ist also unklar, wie genau die Zukunftsvision vom „haustierfreundlichen“ Reisen im Detail umzusetzen ist.

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