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Ehemaliger Ingenieur verhilft traditionellem Spielzeug zu neuem Schwung

Ein ehemaliger Techniker für medizinische Geräte verhalf in Tsuchiura (Präfektur Ibaraki) dem traditionellen „Beigoma“-Spielzeug zu einem echten Revival. Er verließ sich dabei vor allem auf seine langjährige Erfahrung bei der Herstellung von Präzisionsinstrumenten.

Nach einer Reihe von Neuerungen sollen die hochwertigen Spielzeug-Kreisel in diesem Jahr wieder auf den Markt kommen. So zumindest stellt es sich der 62-jährige Katsumi Takahashi vor. Er entwickelte insgesamt 10 neue Versionen von „Beigoma“, darunter auch Kreisel, die erstmal mit Metallteilen versehen sind. Die neuen Spielgeräte kosten zwischen 1.850 Yen (14,50 Euro) und 12.400 Yen (100 Euro).

Kunden des ehemaligen Ingenieurs haben die Möglichkeit, sich einen eigenen „Beigoma“-Kreisel zusammenzustellen und dabei zwischen verschiedenen Gewichten und Größen zu wählen. Um eine größtmögliche Stabilität zu erreichen, setzt der Ingenieur auf eine patentierte Technologie, die verhindert, dass der Kern des Spielzeugs bei zu hohen Fliehkräften mit bewegt. Auf diese Weise sind die Kreisel in der Lage mit einem Drehen bis zu acht Minuten weiter zu kreiseln.

Während es in dem ursprünglichen Spiel darum ging, den Gegner umzuwerfen, ermöglichen die neuen Kreisel auch einen Wettbewerb, wer länger in Bewegung bleibt. Der 1956 geborene Takahashi ist seit seiner Schulzeit ein begeisterter „Beigoma“-Spieler.

Traditionelles Spielzeug im neuen Look
Bild: Spinning Top Corporation

Nachdem er sein Elektronik-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete der Ingenieur als Hersteller für medizinische Geräte. Als sein Arbeitgeber Takahashi bat, während eines Ausbildungsprogramm irgendetwas herzustellen, entschied er sich für das traditionelle Spielzeug „Beigamo“.

2016 wurde der Tüftler wieder mit seiner Leidenschaft konfrontiert, als sein ältester Sohn einen Kreisel mit nach Hause brachte. Das Spiel war zu dieser Zeit in den Grundschulen gerade wieder in. Auch Takahashi versuchte sich wieder, bekam den richtigen Dreh aber nicht heraus, weil das Spielzeug schlecht austariert war. Er entschied einen zweiten Kreisel zu kaufen und die besten Teile von beiden miteinander zu kombinieren.

Da der Ingenieure bereits vorher mit schnell drehenden, kleinen Geräten arbeitete, war er mit der Materie bereits vertraut und hatte auch die passenden Werkzeuge zur Hand. Inspiriert von dem Spielzeug seines Sohnes, entschloss sich der Mann eigene Kreisel nach traditionellem Vorbild zu entwickeln.

Der Tüftler dachte dabei vor allem an Spiel-Anfänger, die sich mit der Kunst des richtigen Drehens erst vertraut machen mussten, deswegen wollte er einen Kreisel bauen, der ansprechend aussah und sich trotzdem schnell und lang in Rotation bringen ließ.

Im Januar 2017 gründete der Rentner ein eigenes Unternehmen, die Spinning Top Corporation, und verfeinerte seine Spielzeuge weiter. Vor wenigen Monaten begann er seine Kreisel zu verkaufen. Er besuchte verschiedenen Handelsmessen, um seine Erfindung einem breiten Publikum vorzustellen. Bei einem Zwischenstopp in einem Pflegeheim bemerkte er, wie gern vor allem ältere Menschen mit seinen Kreiseln spielten.

Quelle: The Asahi Shimbun

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