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Die Acryl-Handys sind von Weitem nicht von echten zu unterscheiden

Fake-Handys eines japanischen Erfinders erweisen sich als Verkaufsschlager

Heute verlassen die meisten jungen Leute ohne ihr Handy nie die Wohnung. Für Geschäftsleute gehören sie zur Standardausrüstung. Ein Unternehmen aus Japan stellt Acryl-Platten her, die von Weitem wie echte Handys aussehen und vielseitig einsetzbar sind.

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Das sogenannte AcryPhone stößt in Japan auf unerwartet großes Interesse, obwohl es über keinerlei Funktionen verfügt, außer dass es auf den ersten Blick wie ein Handy aussieht. Legt man die Acrylplatten neben ein echtes Handy, ist kein Unterschied zu sehen. Die meisten modernen Smartphones werben mit einem schlanken Design und sind in den meisten Fällen immer noch einfach schwarz. Die Fake-Phones haben keine Knöpfe, sind deswegen aber auch nur halb so schwer wie die meisten handelsüblichen Smartphones.

Erfindungen, die die Welt nicht braucht

Der Erfinder des AcryPhones ist ein 38-jähriger Japaner, der seit über 10 Jahren lustige, aber ansonsten völlig nutzlose Produkte entwirft. Bisher konnte er bereits ein T-Shirt, das Brüste größer aussehen lässt, oder eine Hülle für eine Baby-Flasche, die wie eine Bierdose aussieht, erfolgreich in den Handel bringen. Mit dem Studio Ekod Works im Tokyoter Stadtteil Taito hat der Erfinder mittlerweile eine eigene Firma, die seine Produkte vertreibt.

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Die Idee kam dem Japaner vor etwa einem Jahr. Der Akku seines Handys war leer und es sah nur noch wie eine schwarze Platte aus. Er dachte, wenn ein Smartphone wie eine schwarze Platte aussieht, dann könnte eine schwarze Platte auch aussehen wie ein Telefon. Durch eine Displayfolie und eine eigene Hülle wurde der Effekt sogar noch unterstützt. Allerdings erwies es sich als Herausforderung, die Platte richtig zu gestalten, sodass die Illusion perfekt ist. Durch stetiges Bearbeiten entstand irgendwann aber die perfekte Platte, die auf den ersten Blick nicht mehr von einem echten Handy zu unterscheiden ist.

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Als das iPhone 2007 den Mobiltelefonmarkt revolutionierte, waren die meisten Geräte kleiner als heutige Versionen. Die Gehäuse waren kompakter und das gesamte Design robuster. Schnell setzten sich dünne Modelle mit einem Bildschirm, der die gesamte Vorderseite bedeckt, durch. So einigten sich die Käufer schnell auf das mittlerweile bekannte Design. Aufgrund der einheitlichen Erwartungshaltung sind die Fake-Phones auch so überzeugend. Im Januar 2023 brachte das Unternehmen aus Taito das Fake-Handy auf den Markt.

Handy oder Acrylplatte, das ist hier die Frage
Fake-Handys Bild: Mainichi/Ekod Works

Bekanntes Handy-Design macht Illusion leicht

Werbung wurde vor allem in den sozialen Netzwerken gemacht, die sich als sehr erfolgreich erwies. Mittlerweile wurde ein Post mehr als 10.000 Mal geteilt. Innerhalb eines Monats verkaufte das kleine Unternehmen mehr als 500 AcryPhones. Die Verwendungsmöglichkeiten sind laut Angaben des Herstellers vielfältig, wobei es der Fantasie der Käufer überlassen bleibt, was sie mit ihrer Acryl-Illusion anfangen.

Einige Käufer nutzen das Acryl-Handy zur Linderung von Entzugserscheinungen bei Smartphone-Sucht, oder weil sie gern verschiedene Smartphone-Hüllen präsentieren, aber nicht genug Telefone haben, um diese passend zu füllen. Über die Webseite von Ekod Works sind die Platten für 3.300 Yen pro Stück bestellbar.

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