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Kontaktlos Einkaufen am Bahnhof

FamilyMart eröffnet in Tokyo Filiale mit Kamera-Scan und Selbstbedienungskasse

Eine neue FamilyMart-Filiale ist in der Nähe des Bahnhofs in Tokyo eröffnet worden. Das Besondere daran: 48 Kameras scannen die vom Kunden ausgewählten Produkte, bevor der Einkauf an einer Selbstbedienungskasse bezahlt wird.

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Convenience-Store-Betreiber FamilyMart Co. stellte die neue Filiale einen Tag vor der Eröffnung vor. Es handelt sich um ein Pilotprojekt. Wenn die Art des Service bei den Kunden gut ankommt, erwägt das Unternehmen weitere Filialen mit diesem System zu eröffnen.

Die Verwaltung des Ladens liegt in der Hand eines Mitarbeiters. Dieser ist hauptsächlich für das Befüllen der Regale verantwortlich.

48 Kameras scannen Produkte

Das Abkassieren läuft komplett elektronisch. 48 Kameras sind im Geschäft installiert, sie identifizieren jeden Artikel, sobald er von einem Kunden in die Hand genommen wird. Ist ein Kunde in der Bezahlzone angekommen, wird der fällige Betrag für seinen Einkauf automatisch berechnet.

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Stimmt der Betrag am Ende nicht mit den ausgewählten Waren überein, muss der Kunde manuelle Korrekturen vornehmen, indem er zum Beispiel den Barcode eines nicht berechneten Getränks an der Selbstbedienungskasse ablesen lässt.

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Abstriche müssen Kunden bei der Auswahl machen: Im Gegensatz zum gängigen Sortiment von etwa 3000 Artikeln hält die neue Filiale in der Nähe des Bahnhofs nur 700 Artikel vor. Das hängt mit der Verkaufsfläche zusammen, die lediglich etwa ein Drittel der Fläche einer normalen Filiale beträgt.

FamilyMart-Präsident will Kosten senken

FamilyMart-Präsident Kensuke Hosomi möchte mit dem neuen System Kosten senken und der Personalknappheit entgegenwirken. Vor allem in städtischen Gebieten erhofft er sich „große Effekte“.

Das Thema „kontaktloses Einkaufen“ habe vor allem durch die aktuelle Corona-Krise an Bedeutung gewonnen, sagte Hosomi während einer Pressekonferenz. Die kleine Filiale in Tokyo passt sich dabei den Gegebenheiten an. Größere Filialen verzeichnen nämlich aufgrund der Krise Umsatzeinbuße, da aufgrund der Heimarbeit die Zahl der Menschen und damit auch der Kunden sinkt, die regelmäßig ihre Büros in der Stadt aufsuchen.

Konkurrenz testet neues System ebenfalls

Verkaufsstellen mit Selbstbedienungskasse sind auch bei der Konkurrenz Thema. Seven-Eleven Japan Co. und Lawson Inc. Testen ebenfalls, ob diese Art des Einkaufens eine langfristige Option für ihre Geschäfte ist.

Die Automatisierung des Geschäftsablaufs durch spezielle Kameras und Selbstbedienungskassen ist nicht der erste Schritt, den FamilyMart bei den Themen Personalmangel und Kostenreduktion wagt. 2020 erfolgten die ersten Tests mit Robotern, die zukünftig beim Befüllen der Regale helfen sollen. Bis 2022 will FamilyMart in 20 Filialen um Tokyo Roboter einsetzen.

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