Anzeige
HomeNachrichten aus JapanLifestyleFans stellen Regeln gegen „Otaku-Burn-out“ vor

Gleichzeitig sollen die Hardcore-Fans offener werden

Fans stellen Regeln gegen „Otaku-Burn-out“ vor

Echte Otaku sind in Japan wesentlich mehr als nur Fans. Diese Menschen investieren viel Zeit und Leidenschaft in ihr Hobby und scheinen zeitweise dafür zu leben. Allerdings halten viele diesen emotionalen Lebensstil nicht allzu lange durch. Burn-outs treten geraden bei echten Otaku deswegen vermehrt auf und führen dazu, dass viele ihre Leidenschaft aufgeben.

Anzeige

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben sich Fans auf Twitter vernetzt und stellen dort 17 SOGs (Sustainable Otaku Goals) vor, die zeigen, wie Otaku für sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung ihr Hobby nachhaltiger gestalten können.

Sustainable Otaku Goals

Die ersten drei Ziele haben mit dem Fan-Sein nicht allzu viel zu tun. Vielmehr ist es ein nachhaltiger Hinweis, dass das Otaku-Leben ohne Gesundheit nicht gut funktioniert. Wer seinen Alltag mit dem Zocken oder dem Schauen von Anime verbringt, muss auf seinen realen Körper achten. Auch der Hinweis auf soziales Interaktionen wird von vielen Fans oft vergessen, wenn sie sich in ihrer Leidenschaft für die digitale Welt verlieren.

Deswegen sollen sie sich immer wieder daran erinnern, dass es auch eine Welt außerhalb der Wohnung gibt, mit der man den Kontakt nicht verlieren darf. Auch grundlegende Dinge, wie das Baden gehört zu diesen Grundregeln, von denen dann auch Nicht-Otaku profitieren.

LESEN SIE AUCH:  Japanische Otaku-Party will Anime-liebende Herzen zusammenbringen

Die nächsten drei SOGs beschäftigen sich mit der finanziellen Situation der Fans. Vor allem Liebhaber von Unterhaltungsmedien glaube alle Merchandise-Artikel zu einer Reihe oder einem Game haben zu müssen, unabhängig davon, ob sie sich diese überhaupt leisten können. Selbstverständlich sei es wichtig, die Hersteller zu unterstützen, das allerdings in Maßen. Vielmehr sollten die geneigten Fans gezielt versuchen, ihre Stars zu unterstützen. Vor allem Idole haben ins Japan oft nur eine kurze Halbwertszeit und sind auf Unterstützung angewiesen.

Anzeige

Außerdem sollten echte Fans darauf achten, woher sie ihre Informationen beziehen. Faken-News gibt es auch in diesem Bereich genug. Gleichzeitig sollte man immer in der Lage sein, eine ordentliche Diskussion zu führen, bei der auch die Standpunkte anderer mit einbezogen werden sollten. Heute gibt es obendrein eine Vielzahl an Fan-Events und Kongressen zum Thema moderne Popkultur, die überdies dazu beitragen, mit anderen in Kontakt zu kommen. Auch hierbei ist gegenseitiger Respekt eine wichtige Basis, die im Eifer des Gefechts nicht vergessen werden darf.

Sustainable Otaku Goals
Regeln für gesunde Otaku Bild: Twitter/@t_shigeno

Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Die meisten Otaku lieben es außergewöhnliche Fan-Artikel zu sammeln. Das kann sich aber auch auf Ideen und Vorstellungen beziehen, die Fans untereinander austauschen und dies auch aktiv tun sollten. Eine Fan-Gesellschaft lebt vom aktiven Austausch, sodass positive Aspekte weiterentwickelt werden können. An dieser Stelle ist die Fähigkeit zu einer gelungenen Diskussion gefragt, um Meinungsverschiedenheiten auszutragen und sich selbst und seine Vorstellung weiterentwickeln zu können.

Vor allem ist es aber wichtig, wirklich auf sich selbst zu achten. Der Geist muss die Möglichkeit bekommen, sich auszuruhen und der Körper seine Reserven wieder aufzuladen. Die verschiedenen Vorschläge werden in den sozialen Netzwerken abwechslungsreich diskutiert, viele Fans sind jedoch voll des Lobes für die Regeln und Otaku nehmen sich für das neue Jahr vor, der einen oder anderen in ihrem Alltag mehr Beachtung zu schenken.

Otaku im Austausch
Gemeinsam einfach besser. Bild: Otaku Coin Meeting
Anzeige
Anzeige