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Das Bild kam in London bei einer Fotoauktion unter den Hammer

Foto eines japanischen Automaten für 37.000 Euro versteigert

Verkaufsautomaten sind in die Japan an so gut wie jeder Ecke zu finden. Ein Foto eines solchen unter einem Schneehaufen wurde vor Kurzem in London für rund 33.750 Pfund (37.300 Euro) versteigert.

Das Bild stammt von Eiji Ohashi. Der 65-jährige Japaner liebt es Verkaufsautoamten abzulichten, die an ungewöhnlichen Orten aufgestellt wurden. Das Foto zeigt einen einsamen Automaten, der in einer dunklen Nacht die Umgebung erleuchtet. Das Bild wurde im Winter auf Hokkaido aufgenommen, nachdem der Schnee die Insel bedeckte.

Japanische Fotografen als Teil der internationalen Community

Der Fotograf erklärte, dass ein solche Apparat irgendwo in der Landschaft für Menschen, die nicht aus Japan sind, auf den ersten Blick befremdlich wirken könnte. Er glaubt, dass die Menschen ihre eigene Einsamkeit in das Bild projizieren, da der einsame Automat allein im Schnee steht und trotzdem seine Umgebung in strahlendes Licht hüllt.

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Das entsprechende Bild ist etwa 100 mal 150 Zentimeter groß und wurde im Higashi-Tsukisamu Danchi Park aufgenommen. Der Park liegt ganz in der Nähe des Hauses des Fotografen. Die Aufnahme wurde am 24. Dezember 2016 gemacht, als in Sapporo die schwersten Schneefälle seit 50 Jahren niedergingen.

Am 25. September kam das Bild zusammen mit insgesamt 173 Fotoarbeiten von 97 internationalen Fotografen im britischen Kunstauktionshaus Phillips in London unter den Hammer. 149 Bilder wurden an diesem Tag wirklich verkauft. Das Auktionshaus veranstaltete jedes Jahr zwei dieser Auktionen. Die letzte sollte eigentlich schon im Mai 2020 stattfinden, wurde wegen der Corona-Pandemie aber auf den September verschoben.

Unter den Teilnehmern sind Werke prominenter Fotografen aus aller Welt. Zu den japanischen Beteiligten gehörten die renommierten Fotografen Daido Moriyama und Nobuyoshi Araki, die gemeinsam als „Arachie“ internationale Bekanntheit erlangten. Die Gebote bei der Auktion lagen zwischen 200.000 Yen (1.620 Euro) und 30 Millionen Yen (242.850 Euro), sodass das Werk von Ohashi im guten Mittelfeld bei den Geboten lag.

Die Aktionäre sagen, dass sich die Preise aus dem Bekanntheitsgrad des Fotografen, der Qualität der Arbeit und der Seltenheit der Originale ableiten. Ohashis Arbeiten erzielten im Vergleich zu seinen internationale bekannten Konkurrenten durchaus anständige Preise.

Aus Liebe zur Natur und zu Automaten

Ohashi wurde in Wakkanai (Hokkaido) geboren, wo er auch aufwuchs. Der Japaner fühlte sich seit jeher von der rauen Schönheit des hohen Nordens angezogen. Auch der Automat, der im Schnee isoliert mitten in einer Stadt stand, erinnerte ihn zum Zeitpunkt des Fotos an diese Einsamkeit. Deswegen musste er ihn unbedingt in einem Bild festhalten. Seit 2008 bereist der Japaner die verschiedensten Ecken des Landes, um einzigartige Landschaftsszenen einzufangen, in denen sich Verkaufsautoamten finden lassen. Dazu gehören Straßenecken und Parkplätze in Großstädten, genauso wie Parks oder einsame Bergregionen.

Automat in der japanischen Landschaft
Japan und seine Automaten Bild: Eiji Ohashi

Das verkaufte Foto ist Teil einer großen Reihe mit dem Titel „Roadside Lights“, in der sich Landschaft und Natur mit modernen Verkaufsautomaten verbindet. Ohashi arbeitet seit 12 Jahren an dieser Serie. Der Japaner verkauft seit 2018 seine Werke in London, nachdem ein Verantwortlicher des Auktionshauses ihn bei einer Fotomesse in Basel (Schweiz) entdeckte.

Sein erstes Werk kam letztes Jahr in London unter den Hammer und zeigt einen Automaten vor dem Berg Yoteizan, der ebenfalls die Nacht erhellt. Das Bild wurde damals für 20.000 Pfund (22.050 Euro) verkauft. Mittlerweile veröffentlichte der Fotograf seine Sammlung von 44 Fotos unter dem Titel „Roadside Lights Seasons: Winter„, die verschiedene Landschaften auf Hokkaido zeigt, in Japan.

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