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Gouverneurin von Tokyo kritisiert, weil sie während einer Zeremonie die Hände in den Taschen hatte

Der jährliche Tokyo Marathon fand erst vor wenigen Tagen statt. Der Lauf gehört zu den sechs Veranstaltungen der World Marathon Major Series und lockte internationale Sportler in die japanische Hauptstadt. Sieger bei den Männern war der äthiopische Läufer Birhanu Legese, der die Strecke in zwei Stunden, vier Minuten und 48 Sekunden absolvierte.

Zu den Würdenträgern der Stadt, die Legese am Ziel erwarteten, gehörte auch Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt inne hat. Die Bürger wählte Koike 2016 zu ihrer Vertreterin. Koike gratulierte dem 24-jährigen Sportler und legte ihm die Medaille um den Hals. Was ihr allerdings Ärger in den sozialen Medien einbrachte, war, was sie danach mit ihren Händen tat.

Nachdem sie für ein Foto mit dem Sieger posierte, zog sich Koike in den hinteren Bereich des Podiums zurück und überließ dem Moderator das Feld, der den Läufer ebenfalls ehrte. Zu diesem Zeitpunkt schob Koike ihre Hände in die Taschen ihrer Jacke. Das Wetter war an diesem Tag ungewöhnlich kalt und regnerisch. Die Temperatur während des Rennens betrug gerade einmal 6 Grad Celsius.

Das Ablegen der Hände in Taschen, egal ob von Jacken oder Hosen, wird in der japanischen Etikette als extrem lässige Haltung angesehen. Auch wenn die Gouverneurin nicht mehr im Fokus der Aufmerksamkeit stand, reagierte die Online-Community stark auf das anscheinend respektlose Verhalten gegenüber den anwesenden Sportlern.

Das Bild der Gouverneurin von Tokyo mit Händen in den Taschen machte auf Twitter schnell die Runde. Viele kritisierten die Frau für ihr Verhalten und rieten ihr im Zweifelsfall Handschuhe zu tragen, wenn es ihr draußen zu kalt ist. Sie verweisen darauf, dass schon kleine Kinder lernen, in der Öffentlichkeit ihre Hände draußen zu lassen und sie nicht einfach in die Tasche zu stecken. Viele sehen das Verhalten der Gouverneurin in Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo besonders kritisch.

Eine Reihe Nutzer zeigten sich auch irritiert, dass Koike in ihrer Begleitung eine traditionell gekleidete Frau hatte, die ihren Regenschirm hielt, während man Legese in einem unbedachten Bereich des Podiums stehen ließ. Wenn man sich die Bilder allerdings genau ansieht, lässt sich dasselbe auch den männlichen Moderatoren vorwerfen, die im hinteren Bereich des Podiums ebenfalls durch Schirme vor dem Wetter geschützt wurden.

Schon vor dem Online-Aufschrei wurde Koike auf ihre „Hände in den Taschen“-Aktion von einem Reporter direkt nach der Preisverleihung angesprochen. Die Gouverneurin von Tokyo erklärte selbst, dass ihr Verhalten unangemessen war. Sie entschuldigte sich ausdrücklich für ihre Unhöflichkeit. Erfreulicherweise finden in Tokyo die Sommerspiele statt.

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