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Hirsche aus Nara zeigen auf Poster ihre musikalische Seite

Mit der steigenden Anzahl an Touristen überall in Japan steigt auch die Zahl der Besucher in Nara. Im vergangenen Jahr zählte die Region mehr als zwei Millionen ausländische Gäste.

Im Gegensatz zu den Metropolen Tokyo und Kyoto befinden sich viele der wichtigsten Touristenattraktionen von Nara an einem zentralen Ort. Der Nara-Park lockt mit Kasuga Taisha, Kofukuji und Todaiji und mit mehr als 1.000 frei lebenden Shiken (einheimischen Hirschen).

Mit dem Zug sind alle wichtigen Hotspots der Region von Kyoto in 45 Minuten zu erreichen, von Osaka beträgt die Fahrzeit weniger als eine Stunde. Deswegen kommen viele Touristen als Tagesbesucher in die Stadt. Die meisten nehmen sich lieber in Kyoto oder Osaka eine Unterkunft. Nara möchte diesem Trend jetzt mit einer neuen Poster-Kampagne entgegenwirken, in der mal wieder die bekannten Hirsche im Mittelpunkt stehen.

Ein Poster, das an vielen Bahnhöfen in den näheren großen Städten, wie zum Beispiel am Umeda-Bahnhof in Osaka aufgehängt sind, zeigt einen Anblick, der in Nara ziemlich normal daherkommt. Man sieht ein paar Hirsche, die eine Straße überqueren. Ins Auge sticht das Wort „Tomare“, das im Vordergrund zu sehen ist.

„Tomare“ bedeutet in Japan soviel wie „Stopp“. Oft befindet sich das Wort an Stopp-Schildern und Kreuzungen. In einer etwas anderen Schreibweise in Kanji kann das Wort aber auch als „bleiben“ gelesen werden. Damit rufen die Hirsche den Betrachter also auf, länger in Nara zu bleiben.

Seitdem das Poster auf Twitter veröffentlicht wurde, erregte es reges Interesse. Viele zeigten sich von der Darstellung begeistert und verglichen das Bild sogar mit dem gerühmten Cover des Albums Abbey Road von den Beatles. Viele bezeugten ihr Verständnis für die Notlage, in der Nara sich befindet. Übernachtende Touristen bedeuten Mehreinnahmen, auf die die Region angewiesen ist. Mit Osaka und Kyoto hat die Stadt allerdings mit einer starken Konkurrenz zu kämpfen.

Touristen, die nach Kyoto und Osaka reisen und ein wenig Ruhe vom stressigen Großstadt-Lärm suchen, sollen die Stadt als Möglichkeit im Kopf behalten, Abstand zu finden. Gleichzeitig können so die Hirsche unterstützt werden, die Nara bekannt machten. Auch wenn es nicht geraden die besten Schlagzeilen waren, für die die Tiere sorgten.

Quelle: Hachima Kikou

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