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Die goldene Kostbarkeit wird immer mehr auch in den Städten gewonnen

Honig aus Tokyos kaiserlichen Gärten wird erstmals verkauft

Honig gilt als Geschenk von Mutter Natur. Allerdings nehmen die Städte immer mehr Raum ein, sodass unberührte Wald- und Wiesenflächen seltener werden. Deswegen sind auch Bienen bedroht, allerdings gibt es Projekte, die sie in die urbane Welt integrieren wollen.

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Tokyo gehört zu den größten Ballungsräumen der Welt. Auch dort gibt es gemeinnützige Organisationen, die es geschafft haben, Bienen dort erfolgreich anzusiedeln. Das Ginza Honey Bee Project wurde 2006 ins Leben gerufen und will die Menschen der Stadt weiterhin mit der Natur verbinden, um so für eine nachhaltige Zukunft zu werben. Seit der Gründung hat das Projekt mehr als 18.000 Personen in der Gegend dafür sensibilisiert, wie Bienen in der Stadt leben und mit ihnen auch Honig gewonnen werden kann.

Leckerer Honig aus der Großstadt

Als Pionier auf dem Gebiet städtischer Bienen-Zucht trägt das Projekt dazu bei, Bienen als Teil der Artenvielfalt im Ökosystem Großstadt zu erhalten und zu integrieren. Gleichzeitig bietet das Projekt Kindern und Erwachsenen in der Stadt die Gelegenheit, zu erfahren, woher bestimmte Lebensmittel kommen. Außerdem befasst man sich immer wieder lokalen Aspekten und fördert somit eine positive Stadtentwicklung und setzt sich für mehr Grünflächen in den Städten ein.

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In diesem Jahr bietet das Ginza Honey Bee Project seinen Honig das erste Mal auch zum Kauf an. Der Honig wurde hierfür aus dem Nektar der Blumen des Hibiya Parks, Hama Rikyu Parks und aus den Gärten des Kaiserpalastes gewonnen und entsteht umweltfreundlich direkt vor Ort. Vor allem auf den Honig aus dem kaiserlichen Haushalt sind die Hersteller besondere stolz.

Der erste Honig des Jahres wurde bereits ab dem 6. April, pünktlich zur Kirschblüten-Saison gesammelt. Dieser kann jetzt verworfen werden und verfügt immer noch über einen dezenten Hauch von Sakura-Aroma. Ein Glas dieser goldenen Leckerei kostet dann aber auch 8.640 Yen (67 Euro).

 Zwischen Gärten und Häuserdschungel

Tokyo-Honig Projekt stellt Ergebnisse vor
Honig direkt aus Tokyo. Bild: Ginpachi
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Ende Mai entstand ein Honig, der sich aus dem Nektar von mehr als 100 verschiedenen Blumen zusammensetzt, die typisch für den Frühsommer sind. Hierfür flogen die Bienen auch in die Gärten des Kaiserpalastes, um an die vielseitigen Aromen zu kommen. Dieser Honig eignet sich perfekt als Brotaufstrich oder als Ergänzung für eine schöne Tasse Tee. Das Glas kostet (42 Euro).

Im Stadtviertel Ginza und in der Nähe des Bahnhofs von Tokyo waren die Bienen sehr aktiv. Hier stammt der Nektar vorwiegend von Bäumen, was ebenfalls für ein spezielles Aroma sorgt. Der daraus entstandene Honig, der ebenfalls zu Teilen aus dem Garten des Kaiserpalastes kommt, kostet zwischen 3.456 Yen und 4.860 Yen ( ca. 27 bis 38 Euro). Die verschiedenen Gläser werden auch online angeboten. Es besteht auch die Möglichkeit, sich für eine Sammlung aller Sorten zu entscheiden, die für 22.356 Yen (ca. 173 Euro) erhältlich ist.

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