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Hundebetreuungsdienst in Japan hilft Besitzern von alten Hunden

Nicht nur die medizinische Versorgung von Menschen und ihre Lebenserwartung steigen, auch Hunde können auf diese Weise länger leben. Doch oft sind die Besitzer überfordert mit der Pflege ihrer alternden Lieblinge. Ein Hundebetreuungsdienst in der Nähe von Tokyo soll das nun ändern.

Das Unternehmen, das den Namen Dogcare Smile trägt, wurde von Sachiko Shimizu gegründet und befindet sich in Hanyu City in der Präfektur Saitama, rund 60 Kilometer nördlich von Tokyo. Gründerin Shimizu hat selbst 15 Jahre in einer Tierklinik gearbeitet und hat in dieser Zeit auch Qualifikationen zur Heimtierpflege und Rehabilitation erlangt.

Hausbesuche zur Pflege von alten Hunden

Die richtige Versorgung von alternden Hunden ist ihr sehr wichtig. Daher bietet sie in der Umgebung ihres Heimatortes bis nach Tokyo Hausbesuche an. Der erste Besuch dauert 90 Minuten und enthält eine detaillierte Beratung zum Umgang mit dem jeweiligen Hund. Der Preis für diesen ersten Besuch liegt bei 6.480 Yen (53,19 Euro). Ihr Ziel ist dabei, die Besitzer anzuleiten und für die Probleme des Haustiers zu sensibilisieren. „Ich möchte, dass die Menschen die richtige Pflege lernen, damit sowohl der Besitzer als auch der Hund ein langes, gesundes Leben führen können“, sagte die 42-Jährige.

Mehr zum Thema:  Einheimische japanische Hunde stehen kurz vorm Aussterben

In Japan gibt es nach einer Schätzung der Japan Pet Association aus dem Jahr 2018 etwa 8,9 Millionen Haustiere. Von diesen gelten über die Hälfte als ältere Tiere, da sie bereits über sieben Jahre alt sind. Und viele dieser Tiere leben auch bei älteren Besitzern, was eine besondere Herausforderung darstellt. „Es gibt eine Zunahme der Fälle, in denen ein älterer Besitzer sich um einen Hund mit Demenz, schwachen Beinen oder anderen Beschwerden kümmern muss“, sagte Shimizu.

Zu wenig Tierärzte und Fachwissen vorhanden

Mit dieser Entwicklung geht ein Mangel an Tierärzten einher, vor allem in ländlichen Gegenden. Auch gibt es noch zu wenige Tierärzte, die sich explizit mit der Pflege alter Tiere beschäftigen. Viele Besitzer fühlen sich daher allein gelassen und überfordert. Aus diesem Grund hat Shimizu ihr Unternehmen gegründet. Neben den Hausbesuchen gibt sie auch Pflegeseminare, in denen sie Tipps zu Demenzpräventionstraining gibt oder mit den Teilnehmern Hundewindeln herstellt.

Einer der Teilnehmer an ihren Seminaren, Mariko Ikeda, sagte: „Ich fühle mich positiver, nachdem ich gelernt habe, wie man Krankheiten in der täglichen Pflege vorbeugen kann, und Ideen bekomme, wie man die Pflege erleichtern kann.“ Und auch diejenigen, die einen Hausbesuch gebucht haben, zeigen sich erfreut. Hiromi Harada, 53, Besitzer eines Pudels, hatte vor allem Probleme, dass er seinen Liebling auch nachts alle zwei Stunden nach draußen bringen musste, damit dieser sein Geschäft verrichten kann. Shimizu gab Tipps und vor allem die notwendige Unterstützung: „Jetzt, da ich jemanden habe, mit dem ich sprechen kann, dem ich vertraue, fällt viel Last von mir ab“, sagte der glückliche Besitzer.

Für Shimizu ist der Beruf eine Berufung und sie möchte möglichst vielen Besitzern von alten Hunden zur Seite stehen. „Ich möchte alles tun, was ich kann, um den Besitzern zu helfen, so lange wie möglich Spaß mit ihren geliebten Hunden zu haben“, sagte sie.

Quelle: MA

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