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Ein Hit auf Twitter

Illustrationen zeigen Entwicklung japanischer Make-up-Trends in der Heisei-Ära

Illustrationen, die sich mit den sich verändernden japanischen Make-up-Trends der letzten 30 Jahre beschäftigen, sind bei Twitter-Nutzern zu einem großen Hit geworden.

Die professionelle Illustratorin Pai (@pai02) veröffentlichte auf der Plattform vier der Werke, die sie für ihren neuen Bildband gezeichnet hat und sie wurden schnell zum Thema unter Make-up-Nutzern.

Make-up ist schon uralt

Schminke wurde seit der Antike auf verschiedene Art und Weise überliefert, wie z.B. Kosmetik und Unterhaltung.

Mehr zum Thema:  Dürfen die Japanerinnen auch ohne Schminke aus dem Haus?

Selbst im modernen Japan lieben viele Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, dekorative Kosmetik. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Wie die Mode, so kommen und gehen auch die Make-up-Trends mit der Zeit.

Erst wenn man zurückblickt, kann man erkennen, wie sich die Dinge verändert haben. Denn der Stil hat sich doch ganz schön gewandelt, vom auffälligen knalligen Stil zum eher dezenten und natürlichen Look.

Frühe Heisei-Ära I: Die Bubble-Jahre

Der Zeitraum vom Ende der Showa-Ära im Jahr 1989 bis zur frühen Heisei-Ära um 1993 wird als „Bubble-Ära“ bezeichnet. Zu dieser Zeit boomte Japans Wirtschaft und schien die Vereinigten Staaten zu überspringen, um die größte der Welt zu werden.

Frühe Heisei-Ära I
Frühe Heisei-Ära I

Mädchen trugen ihr Haar in Ponyfrisuren und Fransen waren der letzte Schrei, wie das Foto zeigt. Blaue und violette Lidschatten waren beliebt und modische Mädchen suchten sich dunkles Make-up aus und zeichneten ihre Augenbrauen dick nach.

Das Gesicht passte sich der damaligen Mode an, die genauso schrill und auffallend war.

Frühe Heisei-Ära II: Die Namie-Amuro-Jahre

Dann platzte die Blase, die japanische Wirtschaft brach zusammen und die Mädchen färbten sich die Haare braun. Der „zottelige“ Look war der letzte Schrei.

Falsche Bräune und Lipgloss waren in. Zu den Make-up-Trends gehörten Perlmutt-Lidschatten und gewölbte Augenbrauen. Mitte der 90er Jahre wurde „kogal“, was so viel bedeutet wie „ein zwanghaft trendbewusstes Teenager-Mädchen“, zum Schlagwort.

Frühe Heisei-Ära II
Frühe Heisei-Ära II

Die Anführerin der „kogal“-Bewegung war die Sängerin Namie Amuro, die Königin des japanischen Pop, die überaus beliebt war. Die Fans mochten sie wegen ihres Stils ebenso wie wegen ihres Gesangs.

Mitte der Heisei-Ära: Mote

Die „Mote“-Jahre umfassen den Zeitraum zwischen 2000 und 2009. In dieser Zeit wurde der Begriff „Mote-Make-up“ häufig in Modezeitschriften verwendet.

Mitte der Heisei-Ära
Mitte der Heisei-Ära

Mädchen strebten danach, „strahlend“ zu sein und das Make-up war kräftig und stark, mit Betonung auf feinen, schrägen Augenbrauen und leuchtenden Augen. Friseure sprachen über die Notwendigkeit von „Volumen“ und Locken waren ziemlich in. Bunter Lidschatten und durchscheinender Lipgloss waren ebenfalls ziemlich angesagt.

Späte Heisei-Ära: Hoteri

Die späte Heisei-Ära ging von 2010 bis 2019. Die Atmosphäre auf der Straße änderte sich in dieser Zeit dramatisch, weg von der „Mote“-Schminke hin zu einem Look, der einen weicheren Eindruck vermitteln sollte.

Ende der Heisei-Ära
Ende der Heisei-Ära

Maskenbildner versuchten, die Augen ihrer Kunden größer denn je aussehen zu lassen. Glänzende, schimmernde Hautpflege und leicht gerötete Wangen waren in, ebenso wie dezente rote Lidschatten und farbenfrohe Wimperntusche.

Pais Illustrationen wurden gut aufgenommen und die User zeigten schnell ihre Wertschätzung. „Früher habe ich dieses Make-up benutzt! Wenn ich es wieder sehe, erinnere ich mich zurück an die Zeit“, sagte eine Userin. „Ich habe früher auch Make-up wie Amuro getragen“, sagte ein anderer User. „Ich kann nicht glauben, dass diese Art von Schminke jemals in Mode war“, jemand anderes.

Als Antwort auf die Beiträge sagte Pai: „Make-up ist etwas, das die Leute glücklich macht. Natürlich ist es schön, in Mode zu sein, aber vor allem möchte ich mein Leben mit meinem Lieblings-Make-up ausmalen!“

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