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‚Ishoku Hada‘ Fashiontrend aus Japan: Wenn Bodypaint auf Anime trifft

Humanoide Charaktere aus Videogames, Anime und Manga inspieren den neuen ‚Ishoku-Hada‘-Fashiontrend, der 2017 in Tokyo geboren wurde.

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Tokyo ist nicht nur die Hauptstadt Japans, sondern auch das Mekka für Streetfashion und ausgefallene Modetrends, die seit den 1990er Jahren auch global immer einflussreicher werden. Besonders Stadtteile wie Harajuku, Shibuya oder Ikebukuro sind bekannt für ihre ausgefallenen Boutiquen und Labels, die japanische Traditionen mit Popkultur und innovativen Modestilen verbinden. In Tokyo findet man kaum klassische Stereotypen, denn hier regieren völlig andere und für uns unbekannte, manchmal etwas befremdlich wirkende Modestile, die das Stilbewusstsein der japanischen Jugend prägen.

‚Ishoku Hada‘-Fashiontrend – Zwischen Bodypainting, Cosplay, Videogames und Anime

Ein solcher Fashiontrend ist der sogenannte ‚Ishoku Hada‘-Stil, der 2017 in Harajuku geboren wurde. ‚Ishoku Hada‘ (異色肌) heißt soviel wie „einzigartige“ oder „ungewöhnliche“ Haut auf japanisch und mit dieser Bezeichnung macht der Trend seinem Namen alle Ehre: Hier geht es nämlich um ausgefallenes Bodypainting, grelle Farben und einen etwas bizarren Look, der bei uns im Westen so einige verstörte Blicke auf sich ziehen würde.

Ishoku Hada Fashiontrend in Tokyo, Japan
‚Ishoku Hada‘ Girls in Tokyo © Miyakocore Official Twitter

Das Gesicht des ‚Ishoku Hada‘-Trends ist Miyako, Model, Cosplayerin und Djane aus Tokyo. Die junge Japanerin hat im Bodypainting ein Mittel gefunden, ihre Kreativität und ihre eigene Identität auszudrücken. Mit ihrem Look wollte Miyako anfangs nur ihren Lieblingshelden aus Anime und Videogames nacheifern und damit einen Trend schaffen, der nicht nur ‚kawaii‘ sondern auch sexy ist. Dabei ließ sie sich überwiegend von Cosplay, den Sexy Monster Girls, Ganguro und menschenähnlichen oder humanoiden Figuren inspirieren.

Im Gespräch mit der Website Kotaku äußerte die Trendsetterin, dass sie schon immer ein Faible für die „grellen“ und „unnatürlichen“ Hautfarben japanischer Charaktere aus Videospielen, Anime und Filmen hatte. Gemeinsam mit ihren Freundinnen kam Miyako dann auf die Idee, das ausgefallene Cosplay auf eine andere Ebene zu führen und damit neue Trends zu schaffen.

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In Japan haben Miyako und ihre Fans schon so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, dass Modemagazine, Labels und sogar die Huffington Post den ‚Ishoku-Hada‘-Stil aufgriffen. Miyako (@Miyakocore) hat bereits über 40.000 Follower auf Twitter und kann sich vor Anfragen japanischer Modeblogger und Fashionmagazine kaum retten.

Anhänger dieses neuen Fashiontrends müssen allerdings jede Menge Zeit mitbringen, um den innovativen Look nachzuahmen. Nicht nur das großflächige Bemalen der Haut in auffälligen Farben und Mustern (Bodypainting) ist etwas zeitaufwendig, sondern auch das Auswählen von farbigen Kontaktlinsen, bunten Perücken und verrückten Accessoires.

Ishoku-Hada-Fashiontrend aus Tokyo, Japan
‚ishoku Hada‘-Girls in Tokyo, Japan © Miyakocore Official Twitter

‚Ishoku Hada‘ – Die neuen Ganguro-Girls?

Viele von euch dürften sich bei Miyako’s Look an den ausgefallenen Ganguro-Stil aus den 90er Jahren zurückerinnern. Ganguro (顔黒) ist die Bezeichnung für überwiegend junge Mädchen, die sich durch stark gebräunte Haut, helles Augen-Make-Up, pastellfarben geschminkte Lippen und gebleichte Haare auszeichneten und besonders in Shibuya auftraten. Auch Miyako hat sich maßgeblich von dieser Subkultur inspirieren lassen.

Mehr Bilder und Infos zu Miyako und dem ‚Ishoku Hada‘-Stil findet ihr auf dem offiziellen Twitter-Account des Models. Miyako ist übrigens nicht die einzige Trendsetterin, die in letzter Zeit von sich reden machte. Auch Modedesignerin Hitomi Komaki, Schöpferin von Lulu Hashimoto, einer fleischgewordenen Puppe, hat die japanische Modewelt vor Kurzem im Sturm erobert und einen neuen, etwas skurrilen Trend erschaffen.

 

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