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Japaner gibt vor Idol-Scout zu sein – Wird wegen Entführung eines 14-jährigen Mädchens verhaftet

Der Mann behauptete, Produzent einer Idol-Band zu sein und das Mädchen als Mitglied aufzunehmen. Er versprach, sie von Zuhause abzuholen. Der Japaner forderte die 14-Jährige zudem auf, ihre Schuluniform mitzubringen.

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Am ersten April postete eine in Tokyo lebende Gymnasiastin in einem Internet-Forum, dass sie plant, von zu Hause wegzulaufen. Auf diesen Post hin meldete sich ein 38-jähriger Mann namens Takahiro Akashi, der vorgab, Manager einer Idol-Musikgruppe zu sein.

Der Mann sprach dem Mädchen gut zu und behauptete, er kenne mehrere junge Frauen, die genau dasselbe planen. Die 14-Jährige packte ihre Schuluniform ein und traf sich mit Akashi an einem nahe gelegenen Bahnhof. Als sie in das Auto des Mannes einstieg, fuhr er die Jugendliche zu einem Haus in der Präfektur Niigata.

Als die Eltern des Mädchens ihr Verschwinden bemerkten, verständigten sie die Polizei und gaben eine Vermisstenanzeige auf. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf und untersuchte verschiedene Videos der Überwachungskameras, die rund um den Bahnhof hingen. Auf einem Video erkannten die Ermittler sowohl das Mädchen als auch Akashi.

Zwei Tage später, am dritten April, fuhr der Japaner mit der Jugendlichen auf den Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts in Tokyo, wo die beiden sich trennten. Gemäß Angaben der Polizei ließ Akashi die 14-Jährige in dem Haus in Niigata für ihn kochen. Zu gewalttätigen oder sexuellen Übergriffen sei es nach Angaben der Beteiligten nicht gekommen.

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Am 21. April sichtete die Polizei Akashi im Tokyoter Stadtteil Akihabara erneut, diesmal in Begleitung einer 19-jährigen jungen Frau. Diese gilt nach dem japanischen Gesetz noch als minderjährig. Die Polizei nahm den Japaner wegen versuchter Entführung in Gewahrsam. Akashi gab bei einer anschließenden Vernehmung zu, dass er plante, diese junge Frau ebenfalls mitzunehmen.

Der Mann behauptete während seiner Vernehmung, er wollte den Mädchen helfen, Karriere als Idol zu machen. Mittlerweile stellte sich heraus, dass Akashi weder Musikproduzent ist, noch einer anderen geregelten Tätigkeit nachgeht. Deswegen folgt demnächst eine Anklage wegen Betruges. Ob das Haus in Niigata Akashi gehört, ist ebenfalls noch nicht geklärt, weswegen noch weitere Straftatbestände im Raum stehen.

Früher träumten viele junge Mädchen von der Entdeckung durch einen Talentscout auf offener Straße. Heute hoffen die jungen Frauen im Internet auf ihre große Chance, die ihnen den Einstieg ins Showbusiness ermöglicht. So haben Entführer oft leichtes Spiel mit jungen Mädchen.

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