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Unternehmen feiert Vielfalt

Japanische Brauerei veröffentlicht Sake zur Unterstützung der LGBTQ-Community

In den letzten Jahren haben immer mehr Unternehmen in Japan angefangen, öffentlich die LGBTQ-Community zu unterstützen. Sei es auf der jährlichen Tokyo Rainbow Pride oder bei anderen Aktionen. Die Brauerei Ozeki stellt nun einen Sake vor, um sexuelle Minderheiten zu unterstützen.

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Anfang des Jahres wurde One Cup Rainbow von Ozeki vorgestellt. Bei der One Cup Reihe handelt es sich, anders als üblich, nicht um Sake in Flaschen, sondern um verschraubbare Gläser mit 180 Milliliter Inhalt, die in Supermärkten oder Konbinis erhältlich sich. Sie sind eine billige Alternative für Single-Personen, die nur ein wenig Alkohol trinken wollen.

Sake erfreut sich großer Beliebtheit

Die neue Version kommt mit einem Regenbogenetikett, das den Schriftzug „One Love, One Cup“ trägt. An der Seite steht dazu noch der Slogan „We Celebreate Diversity“. Der Sake selbst besitzt 14 Prozent Alkohol und einen Wert von +5. Ozeki erklärte, dass sie den Sake aufgrund von zahlreichen Anfragen von jungen Angestellten und Kunden aus dem Ausland entwickelt haben.

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Die Brauerei will mit dem Sake die Vielfalt auf der Welt feiern, womit es der erste Sake seiner Art sein soll. Ozeki betont, dass sie unabhängig von traditionellen sozialen Vorteilen auf die Vielfalt der Menschen achten und beziehen sich dabei auch auf Glaubensrichtungen, Behinderungen und Nationalität. Sie wollen so nicht nur Produkte produzieren, die zum Wachstum des Unternehmens beitragen, sondern auch welche die Menschen glücklich machen.

In acht asiatischen Ländern war der Regenbogen-Sake bereits im Januar erheblich. Die Nachfrage war dabei so groß, dass nach dem Vorverkauf an Großhändler die Lagerbestände von 66.000 Stück komplett ausverkauft waren. Für Japan hat die Brauerei deswegen eine separate Lieferung noch gesichert, die ab April im Onlineshop verfügbar ist. Ein One Cup Rainbow hat dabei den Preis von etwa 1,80 Euro.

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Den Regenbogen-Sake wird es dazu auch demnächst in Europa und den USA geben. Wie angekündigt wurde, soll es die besondere Edition ab Mai im Handel geben. Die Brauerei sagte dazu, dass sie planen den Verkauf in der Zukunft weiter auszubreiten.

Brauerei setzt sich für Gleichberechtigung und Toleranz ein

Ozeki bemüht sich seit Jahren darum Vielfalt zu fördern und gegen die altmodischen japanischen Standards vorzugehen. So strichen sie bereits 1996 bei Bewerbungsschreiben das Feld fürs Geschlecht, dass noch heute bei vielen Unternehmen Standard ist und stark kritisiert wird.

2008 richtete sie einen eigenen Beratungsdienst ein, um gegen Belästigungen am Arbeitsplatz vorzugehen. Das war zu dem Zeitpunkt auch eher ungewöhnlich. Letztes Jahr ergriffen sie dann zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von sexuellen Minderheiten und um das Verständnis für die LGBTQ-Community zu verbessern. Sie sind damit deutlich fortschrittlicher, als viele andere japanische Unternehmen.

Auch vom Sake brauen versteht Ozeki viel und stellt bereits seit mehr als 300 Jahren den Alkohol her. Seit 42 Jahren produziert die Brauerei in den USA und war 1976 der erste japanische Hersteller, der eine Fabrik im Land eröffnete.

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Das Unternehmen versucht sich dabei jedoch immer wieder neu zu erfinden, um die Wünsche der Kunden zu erfüllen. Sie selbst bezeichnen sich als Pioniere bei der Erfüllung der Bedürfnisse von Kunden, das kann dann auch mal zu Godzilla Sake führen.

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