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Japanische Familien enthüllen ihre außergewöhnlichsten Haushaltsregeln

Das alltägliche Leben vieler Familien weltweit wird von der Routine kontrolliert. Ob täglicher Essensplan oder andere Rituale, die den Alltag strukturieren – Die eigenen Hausregeln sind den meisten Haushalten heilig. Vor allem, wenn man den ganzen Tag arbeitet, helfen die eingespielten Regeln, den häuslichen Wahnsinn zu kontrollieren.

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Um sich einen Einblick in das alltägliche Leben von japanischen Familien zu verschaffen, veröffentlichte die größte Umfrage-Seite des Landes, Oshiete! Goo, jetzt ihre Ergebnisse zur Frage:

„Was ist ihrer Meinung nach die seltsamste Haushaltsregel in Ihrer Familie?“

8. Wir baden immer in einer bestimmten Reihenfolge, nämlich Vater, Mutter und dann die Kinder.

In Japan leben viele Familien in relativ kleinen Wohnungen, so dass für große Badewannen wenig Platz ist. Da in der Regel der Vater dem Haushalt vorsteht, darf er natürlich auch als erster in die Wanne, danach folgen die anderen Familienmitglieder ihrem Alter entsprechend, wobei das jüngste Kind als Letztes dran ist. Wenn man allerdings bedenkt, wann manche Väter von der Arbeit kommen, kann so ein Bad schon einmal ein abendfüllendes Programm werden.

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Bild: Flickr / Masahiko Ohkubo

7. Das oberste Stück Toilettenpapier wird immer zu einem Dreieck gewaltet

Hierzulande ist es in Restaurants und Hotels üblich, dass die Reinigungskräfte das oberste Blatt falten. Dies soll dem Bad einen gepflegten und frisch aussehenden Eindruck verleihen. Viele Frauen bestehen natürlich auch darauf, dass ihre eigenen Badezimmer so aussehen, auch wenn sie es nicht so offensiv zur Schau stellen.

6. Alle Familienmitglieder bleiben bis 21 Uhr zusammen

Für viele Befragte war die familiäre Bindung sehr wichtig. Diese leidet allerdings, wenn sich alle Familienmitglieder direkt nach dem Heimkehren in ihr eigenes Zimmer zurückziehen. Deswegen treffen sich alle in einem Raum und verbringen Zeit miteinander. Dies ist dann die Möglichkeit, sich auch über Probleme und schlechte Erlebnisse des Tages auszutauschen. So können alle Mitglieder der Familie helfen, dass es dem Einzelnen wieder bessergeht.

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Bild: Netflix

5. Es gibt ein Mitglied in der Familie, das für die Heizung zuständig ist

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In der Regel setzt sich jeder zufällig an einen Platz, darüber wird in den Familien nicht groß diskutiert. Allerdings ist von Vornherein klar, wer sich um die Heizung kümmert. Die entsprechende Person kann natürlich einerseits entscheiden, wann sie den Raum richtig temperiert findet, allerdings muss sie auch auf die Reaktionen der anderen Familienmitglieder schauen. Sollte es jemandem zu kalt werden, erwartet man, dass die Heizung auch wieder hochgedreht wird.

4. Es werden immer die Hände und Füße nach dem Heimkehren gewaschen

Japaner legen viel Wert auf Reinlichkeit. Auch hier ist es normal, sich nach der Heimkehr die Hände zu waschen. Schließlich will man keine Bakterien aus den vollen Zügen und Bussen im Haus verteilen. Einige Familien in Japan gehen sogar noch weiter und waschen sich auch jedes Mal die Füße, wenn sie die Wohnung betreten.  Obwohl diese Verhaltensweise in Japan inzwischen auch eher seltener praktiziert wird, gibt es immer noch zahlreiche Anhänger.

3. Nudel werden oben ohne gegessen

Eine sehr bizarre Vorstellung, vor allem wenn man sich ein voll besetztes Restaurant vorstellt. Aber Nudelgerichte mit viel Soßen birgen immer das Risiko, sich zu bekleckern. Und manche Flecken können schon sehr hartnäckig sein. Was liegt da näher, als dieser zusätzlichen Arbeit aus dem Weg zu gehen, indem man einfach gar nichts trägt. Viele Mütter wollen sich die zusätzliche Arbeit des Waschens ersparen und raten ihren Dreckspatzen dazu, eher gar nichts oberhalb der Taille zu tragen. Es bleibt ja alles im privaten Raum.

Ramen / San-Tenshi

2. Blasen in Getränken sind zuhause nicht erlaubt

Schon früh sollen japanische Kinder gute Umgangsformen lernen, weswegen die Eltern sehr auf ihr Verhalten achten. Kinder lieben es in ihren Getränken Blubberblasen zu erzeugen, dies ist in vielen Familien aber nicht gern gesehen. Nur die Großeltern drücken gern mal ein Auge zu. Diese haben meist mehr Verständniss für die kindlichen Anwandlungen ihrer Enkelkinder, auch wenn sie die Notwendigkeit einer guten Erziehung durchaus verstehen.

1. Es wird immer selbst gekocht.

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Für zahlreiche Hausfrauen gehört das Putzen und Kochen zum Alltag, vor allem wenn es sich um traditionelle japanische Haushalte handelt. Deswegen schaffen sich jene, die es sich leisten können, eine Haushaltshilfe an, die den Frauen die unliebsame Arbeit abnimmt. So ist die Mutter glücklich und hat Zeit für die Kinder, die sich darüber gewiss nicht beschweren werden.

Wenn man sich einige Haushaltsregeln ansieht, merkt man, dass sich die altbekannten stereotypischen Familien immer mehr wandeln. Inzwischen spielt der Familienzusammenhalt eine immer größere Rolle, auch wenn er sich in manchmal doch recht seltsamen Regeln zeigt.

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