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Home News Japanischer Lifestyle Japanische Handels-Kette sorgt mit Werbe-Kampagne um eine leere Wasserflasche für Verwirrung

Die Flasche kann in vielen Filialen der Kette für wenig Geld aufgefüllt werden

Japanische Handels-Kette sorgt mit Werbe-Kampagne um eine leere Wasserflasche für Verwirrung

In der jetzt kommenden heißen Jahreszeit sollte man viel trinken. Experten raten am ehesten zu Wasser. Während einige auf das kühle Nass aus dem häuslichen Wasserhahn setzen, gehen viele in das Lebensmittelgeschäft ihres Vertrauens, um frisches Mineralwasser zu holen. Die japanische Shop-Kette Muji wirbt jetzt mit einer Flasche zum selbst auffüllen.

Mujis Idee hinter der Flasche zum Nachfüllen ist eigentlich gar nicht so schlecht. Viele Plastik-Abfälle sind PET-Flaschen, die einfach weggeworfen werden. Um diese zu reduzieren, stellt das Unternehmen eine Flasche vor, die einfach in den Filialen wieder nachgefüllt werden kann.

Flasche einfach wieder nachfüllen

Gleichzeitig verfügt die Nachfüll-Flasche um einen weiteren Hals, um das Trinken zu erleichtern. Ab dem ersten Juli wird Muji den Nachfüll-Service in 113 Geschäften anbieten, die dafür mit speziellen Trinkwasser-Hähnen ausgestattet werden. Bis Ende des Geschäftsjahres 2020 sollen sogar 400 Läden den Service anbieten.

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Die neuen Mehrweg-Flaschen sollen 190 Yen (1,60 Euro) kosten, aber auch Edelstahl-Versionen zwischen 990 Yen und 1.490 Yen (8,20 Euro bis 12,40 Euro) wird es geben. Die Flaschen können dann in allen teilnehmenden Muji-Läden aufgefüllt werden, sodass keine neuen Flaschen aus einem gängigen Getränke-Automaten gekauft werden müssen.

Passend zu seiner neuen Flasche stellt Muji seinen Kunden auch eine neue App zur Verfügung, die einfach „Wasser“ heißt. Dabei handelt es sich um einen visuellen Leitfaden, der zeigt, wie viel Plastik-Müll der Kunde mit seiner neuen Flasche spart. Außerdem will die Kette zusammen mit der Stadt Tokyo mehr öffentliche Trinkwasser-Brunnen errichten, an denen die Flaschen ebenfalls nachgefüllt werden können. Die App soll auch anzeigen können, wo man seine Flasche nachfüllen kann.

App für Muji-Kunden
Plastik-Spar-App von Muji Bild: Muji

Kostenloses Wasser für die Japaner

Die Idee an sich ist eigentlich nicht schlecht. Die Einweg-Flaschen sind natürlich ein großes ökologisches Problem. Allerdings sorgt die Vorstellung bei der japanische Online-Community eher für Kopfschütteln. Denn die meisten fragen sich, wie Muji nachprüfen will, dass die Menschen auch ihre Flasche und nicht einfach irgendeine alte PET-Flasche oder eigene verwenden. Wiederum andere machen sich Gedanken um die Qualität des Wassers und deren Geschmack.

Inwieweit das Unternehmen gegen eine Fremdnutzung vorgehen will, hat es bisher nicht bekannt gegeben. Wenn die Kunden aber alte PET-Flaschen wieder nachfüllen, hat Muji damit indirekt auch sein Ziel erreicht, wenn auch ungewollt. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, beschädigte Flaschen unentgeltlich auszutauschen, wenn diese in eine Filiale zurückgebracht werden.

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