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HomeNachrichten aus JapanLifestyleJapanische Schauspielerin stellt in den USA erfolgreich eigene Onigiri vor

Trotz Pandemie werden die japanischen Reis-Bällchen gut aufgenommen

Japanische Schauspielerin stellt in den USA erfolgreich eigene Onigiri vor

Die japanische Schauspielerin Sayuri Oyamada lebt seit über zehn Jahren in New York. Wegen der Corona-Pandemie fanden lange Zeit kaum Dreharbeiten statt und die Japanerin nutzte die freie Zeit, um eigene Onigiri zu kreieren. Diese verbinden traditionelle japanische Zutaten mit amerikanischen Aromen.

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Mittlerweile umfasst das Angebot von Oyamadas kleinem Unternehmen neun Sorten, die alle einzeln per Hand hergestellt werden. Darunter befinde sich mehrere vegane Varianten, die mit japanischem rotem Basilikum, Grünkohl und Avocado gefüllt sind. Die Reisbällchen kosten etwa 4 Dollar / 450 Yen (umgerechnet circa 3,50 Euro) und werden hauptsächlich in japanischen Märkten in Manhattan und Brooklyn sowie auf Pop-up-Events verkauft.

„Onigiri made in USA“

Seit März 2020 saß die Darstellerin die meiste Zeit zu Hause, weil sie keine Aufträge mehr hatte. Die Premiere ihres letzten Projekts, der Horrorfilm „Bashira“, bei dem der oscarprämierte Animationskünstler Nickson Fong Regie führte, wurden wegen der Pandemie in den USA mehrmals verschoben.

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Oyamada nutzte die Zeit, um originelle Onigiri-Kreationen zusammenzustellen. Nachdem die Corona-Maßnahmen in New York langsam zurückgefahren wurden, trat eine japanische Lebensmittelkette an die Schauspielerin heran und gab ihr die Gelegenheit, ihre Rezepte einer breiten Masse vorzustellen. Die Japanerin konzentrierte sich auf eine Mischung aus traditionellen japanischen Zutaten und amerikanischen Einflüsse. Bereits durch frühere kreative Projekte konnte sich die Schauspielerin eine große Fangemeinde aufbauen.

Weil ihr das neue Projekt viel Spaß machte, legte Oyamada ihre Schauspielkarriere erst einmal auf Eis und richtete sich eine Großküche mit eigenen Angestellten ein. Das kleine Unternehmen stellt alle Produkte in Handarbeit her und vertreibt sie über lokale Märkte. Das Angebot umfasst traditionelle Kreationen wie Thunfisch und Mayonnaise, oder auch Pflaume mit Lachs ebenso wie veganes Curry und Hotdog-Style.

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In den sozialen Netzwerken sorgten bekannte Influencer dafür, dass die innovativen Kreationen noch bekannter wurden. Vor allem die Tatsache, dass auf traditionelles Handwerk zurückgegriffen wurden, sorgte für Begeisterung. Gerade die Vermittlung der japanischen Esskultur sollte im Vordergrund stehen.

Die aus der Präfektur Niigata stammende Oyamada kam 2010 im Rahmen eines staatlichen Kunstaustauschprogramms nach New York, das nur ein Jahr dauern sollte. Seit 2012 lebt die Japanerin mit einem Künstler-Visum in den USA und ist vorrangig als Schauspielerin aktiv. Erfahrungen im Lebensmittel-Bereich hatte sie vorher keine, deswegen stellte der Aufbau eines eigenen Unternehmens eine echte Herausforderung dar.

Onigiri als Botschafter für Japan
Sayyuri Oyamada will mit ihren Onigiri ganz Amerika erobern Bild: Kyodo

Kulinarische Botschafterin für Japan

Anfang ging die Jung-Unternehmen aktiv auf Abnehmer zu und konnte feste Kooperationen schließen, die allerdings während der Pandemie gekündigt wurden. Auch Engpässe und Unterbrechungen der Lieferketten sorgten dafür, dass die Produktion schwierig wurde. Gleichzeitig stiegen die Preise für bestimmte Rohstoffe, wie den Reis, den Oyamada immer für ihre Onigiri verwendete.

Die Kunden fragten nach neuen Produkten, wie fertigen Bento-Boxen, denen gegenüber Oyamada allerdings vorsichtig reagierte. Mittlerweile sind persönliche Treffen wieder vermehrt möglich und auch erste Verkaufs-Events finden wieder statt, bei denen die handgemachten Onigiri reißenden Absatz fanden und in Rekordzeit ausverkauft waren.

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Obwohl die Japanerin skeptisch war, mit ihren selbst gemachten Onigiri in den USA Erfolg zu haben, beweist sie jetzt, dass dies auch eine Möglichkeit darstellt, die japanische Kultur im Ausland zu repräsentieren. Zwar möchte Sayuri Oyamada auch wieder als Schauspielerin arbeiten, aktuell liegt ihr Fokus allerdings vollständig auf dem Aufbau ihres kleinen Unternehmens.

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