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Japanische Süßwarenhersteller entwickeln neue Wagashi, um die Jugend anzusprechen

In Japan sind Wagashi, traditionelle japanische Süßigkeiten, bei den jüngeren Leuten nicht sehr beliebt, wogegen die Süßwarenhersteller angehen wollen.

Bei der japanischen Jugend sind westliche Süßigkeiten bedeutend beliebter. Doch die Wagashi-Hersteller wollen die Meinung der Jugend ändern, indem sie den anspruchsvolleren Gaumen etwas neues bieten. Der Wagashi-Hersteller Shunkado, der die japanische Süßwarenmarke Gokokuya herstellt, versucht durch neue Produkte auch die jüngere Generation anzuziehen. Traditionelle Produkte wie Yokan Red Bean Paste Bonbons und Manju Sweet Buns haben in den letzten Jahren, laut einer Umfrage der Regierung, immer mehr an Beliebtheit verloren.

Um nicht auf die rote Bohnenpaste zu verzichten, hat das Unternehmen eine neue Art Monaka Waffelkuchen mit roter Bohnenmarmelade zusammen mit einem französischen Küchenchef aus Tokio entwickelt. Original werden Wagashi zu grünem Tee serviert, doch während der Ginza Fashion Week hat das Unternehmen seine neuen Süßigkeiten zu Champagner gereicht. Die Besucher der Fashion Week haben das neue Produkt gut aufgenommen und fanden die Mischung aus duftender Waffel und trockenem Champagner überraschend lecker, auch wenn sie selbst zugaben, japanische Süßigkeiten noch nie gemocht zu haben.

Laut einem Mitarbeiter von Shunkado will das Unternehmen eine neue Art und Weise präsentieren, wie auch jüngere Kunden Wagashi genießen können. Nachdem sich der Waffelkuchen gut verkauft hat, hoffe der Hersteller nun auch auf eine Steigerung ihres Gewinns bei anderen Süßigkeiten. Im Frühjahr 2016 überarbeitete das Kaufhaus Matsuya, im Einkaufsviertel Ginza in Tokio, ihre Wagashi-Abteilung, um diese für die jüngere Kundschaft interessanter zu gestalten und auch Gokokuya fand in der neuen Abteilung einen Platz. Ursprünglich waren die meisten Kunden im Matsuya um die 60 Jahre alt, doch nach der Renovierung kommen immer mehr junge Kunden, wie ein Mitarbeiter des Kaufhauses berichtet.

Auch Funabasgiya, ein Hersteller von Kuzumochi, der vor mehr als 200 Jahren gegründet wurde, stellte im September sein Angebot im Tokioter Nihimbashi Area um und bietet nun seine Produkte mit Kaffee anstelle von grünem Tee für 1.100 Yen (etwa 8,30 Euro) an. Um den Geschmack der Kuzumochi optimal zur Geltung zu bringen, hat sich das Unternehmen mit der Tokioter Kaffeekette Mikado Coffe zusammengetan, die extra einen speziellen Kaffee gemischt hat. Da die neue Mischung gut bei den Kunden angekommen ist, will Funabashiya ihre neue Kombination auch in ihren rund 20 Filialen in Tokio und rund um die Hauptstadt anbieten. Der Manager des Nihombashi-Ladens hofft, dass so mehr Menschen Kuzumochi essen werden.

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