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HomeNachrichten aus JapanLifestyleJapanische Umfrage zeigt Meinungsverschiedenheiten zur Haushaltsaufteilung bei Männern und Frauen

Die Männer sehen sich gleich viel eingebunden, die Frauen sehen das jedoch anders

Japanische Umfrage zeigt Meinungsverschiedenheiten zur Haushaltsaufteilung bei Männern und Frauen

Für die heutige Generation junger Erwachsener ist es in Japan normal, dass sich Mann und Frau die Arbeit im Haushalt teilen. Jahrzehntelang wurde von den Ehefrauen erwartet, den Haushalt allein zu führen, während die Männer das Geld nach Hause bringen. In der heutigen Zeit gehen auch die Gattinnen arbeiten und tragen zum Unterhalt der Familie bei, weswegen sie von ihren Männern erwarten, einen Teil der häuslichen Arbeit zu übernehmen.

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Das japanische Internet-Portal Teinei Tsuhan führte zum Thema Familienleben und Aufgabenteilung eine Umfrage unter 250 berufstätigen Frauen und 250 Männern durch. Die Altersspanne reichte von 20 bis 39 Jahren. Vorrangig ging es um den Alltag zwischen Familie und Beruf.

Ein erstes Ergebnis zeigt, dass auch Männer langsam in ihre häuslichen Aufgaben hineinwachsen. 72,8 Prozent der männlichen Befragten erklärten, einen eigenen Bereich im Haushalt zu haben, um den sie sich kümmern. In die Kindererziehung werden sogar 76,8 Prozent der Familienväter zu gleichen Teilen eingebunden.

Frauen sehen sich immer noch als Hauptverantwortliche

Bei den Frauen zeichnet sich allerdings ein etwas anderes Bild ab. Die absolute Mehrheit von 90,9 Prozent sagt immer noch, dass sie wesentlich mehr Hausarbeit leisten als ihre Ehemänner. Auch bei der Kinderbetreuung sieht es nicht besser aus. 90,4 Prozent der Frauen sagen, dass sie den Kleinen viel mehr Zeit widmen als die Väter es tun.

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Diese Aufgaben im Haushalt werden immer noch vorrangig von Frauen übernommen:

  1. Zubereitung des Essens (64 Prozent)
  2. Aufräumen (40,8 Prozent)
  3. Bettwäsche auslüften (28 Prozent)

Bei der Kinderziehung sind dies weiterhin die Hauptaufgaben der Frauen:

  1. Kinder nach dem Baden abtrocknen und anziehen (43,6 Prozent)
  2. Schneiden von Finger- und Fußnägeln (37,6 Prozent)
  3. Das Einräumen der Schultasche überwachen (36,4 Prozent)

Männer, Frauen und der Haushalt

Eine klare 50-50-Aufteilung ist nur schwer zu erreichen. Der gesellschaftliche Druck, dass der Mann der Allein-Ernährer der Familie sein muss, besteht heute aber nicht mehr. Deswegen müssen die Männer keine zusätzlichen Überstunden machen, sodass sie durchaus Zeit und Energie hätten, im Haushalt zu helfen oder sich um die Kinder zu kümmern.

Daher erklärten auch 66,4 Prozent der Befragten, dass sie sich mit ihrem Partner bereits einmal darüber gestritten haben, wer was und vor allem wie viel im Haushalt und bei der Kindererziehung wirklich macht.

TT

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