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Japanischer Hotel-Betreiber züchtet ungiftigen Kugelfisch

Ein Hotel-Betreiber im Nordosten Japans ist eines von wenigen Unternehmen in ländlichen Gegenden des Landes. Die Firma wurde abseits der großen Städte gegründet, um die hoch geschätzte Delikatesse Torafugu (Tigerkugelfisch) in ungiftiger Variante zu züchten. In Tanks mit heißem Quellwasser bieten sie ihnen einen passenden Lebensraum.

Torafugu ist eine besonders teure Delikatesse in Japan. Und das obwohl diese Fischart eigentlich hochgiftig ist. Daher dürfen nur Köche mit besonderer Lizenz den Torafugu überhaupt zubereiten. Der kleinste Fehler dabei kann den Besteller das Leben kosten. Daher ist eine toxinfreie Variante dieser Delikatesse eine riesige Neuheit. Doch die Fische sind nicht nur ungiftig. Sie wachsen viel schneller als ihre Verwandten, die im Meer heranwachsen und dann gefangen werden. Die neue Zuchtweise ist also nicht nur ungefährlicher für die Konsumenten, sondern zugleich auch ertragreicher, so Hotel-Betreiber Akita Kyoei Kanko.

Seit Dezember bietet das Hotel seinen Gästen eine komplette Mahlzeit auf Basis dieses Fisches an. Dazu gehören dünne Scheiben Sashimi. Dies ist die berühmteste Art, Torafugu zu servieren. Um die Zucht zu ermöglichen, kaufte das Unternehmen ein altes Hotel. Es steht in der Stadt Shizukuishi in der Präfektur Iwate und schloss vor mehr als 10 Jahren. Nach dem Kauf stellte das Unternehmen dann 10 Tanks auf, in die insgesamt etwa 10.000 Liter passen. Sie nutzen dafür das örtliche heiße Quellwasser. Es ist besonders reich an Mineralien. Damit ist es besonders geeignet für die Zucht des Torafugu. Das Unternehmen begann im Februar letzten Jahres mit 4.000 jugendlichen Kugelfischen. Dank des warmen Wassers wachsen die Tiere auch im Winter. Das ist der besondere Vorteil, den der Hotel-Betreiber gegenüber allen hat, die den Fisch im Meer fangen. Dort braucht er aufgrund der kälteren Umgebung rund sechs Monate länger, um die passende Größe zu erreichen.

Das Hotel gründete die Kugelfisch-Farm mit einem zweiten Unternehmen

Gemeinsam mit einem Unternehmen aus der Präfektur Tochigi eröffnete der Hotel-Betreiber seine Farm. Von diesem Partner stammt die Idee und Technik, die benötigt wird, um die Kugelfische in Tanks zu züchten. Sie entwickelten die Idee, dafür heißes Quellwasser zu nutzen. Mithilfe der Fische wollen sie jedoch nicht nur Geld machen. Beide Firmen arbeiten auch daran, kleine und wenig bevölkerte Gegenden Japans neu zu beleben. Da der Fisch eine besondere Delikatesse in Japan ist, zieht er Besucher an. Vor allem ist er nicht toxisch. Das liegt daran, dass er nicht mit Algen und Schalentieren gezüchtet wird. Denn aus diesen bilden die Kugelfische ihr Gift. In der geschlossenen Zucht in den Tanks kann der Hotel-Betreiber gewährleisten, dass die Fische nicht mit ihnen in Kontakt kommen.

„Unsere Tigerkugelfische sind so lecker wie wilde. […] Wir wollen sie als neue lokale Spezialität entwickeln und dazu beitragen, die nordöstlichen Gebiete in Japan wieder zu beleben“, erklärte Ritsu Iwamoto, Geschäftsführer des Hotel-Betreibers. Vor allem dank der zahlreichen heißen Quellen im ganzen Land könnte dieser Plan aufgehen. In allen 47 Präfekturen gibt es heiße Quellen. Insgesamt waren es im Jahr 2016 laut Angaben des Umweltministeriums 27.000 Quellen. Mit den Verträgen mit Yumesozo haben bereits mehr als zehn Unternehmen begonnen, diese Idee umzusetzen. Sie züchten an mehreren verschiedenen Standorten die Delikatess-Fische.

Quelle: Kyodo

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