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„Die Welt dreht sich nicht um Sie!“

Japanischer Verkäufer beschwert sich online über zu anspruchsvolle Kunden

Viele Besucher sind immer wieder überrascht, wie hoch das Niveau im Bereich Service in Japan ist. Die Verkäufer und Verkäuferinnen sind stets bestrebt, den Kunden als König zu empfangen. Bis denen das zu Kopf steigt.

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Während sich viele darüber freuen, wenn sie mit einem entsprechenden Service-Gedanken bedient werden, gibt es auch immer wieder Kunden, denen diese zuvorkommende Behandlung nicht reicht. Durch die jüngste Ausbreitung von COVID-19 kam es in Shops in ganz Japan schnell zu einem Mangel an Gesichtsmasken, da viele Kunden zu Hamster-Käufe neigten. Dies wiederum führt bei vielen anderen Kunden zu Frustration, die sie dann an den Verkäufern auslassen.

Verkäufer werden als „Sandsäcke“ angesehen

Ein japanischer Angestellter eines kleinen Shops schrieb sich auf Twitter wiederum seinen Frust über die Behandlung von der Seele. Er erklärte, dass er die Verärgerung der Kunden darüber, dass es keine Masken mehr gibt zwar verstehen können, die Angestellten könnten aber auch nichts dagegen tun. Verkäufer werden zu oft als Ventil genutzt, um den Stress der Kunden abzufangen. Allerdings seien sie keine Sandsäcke. Die Kunden würden immer wieder vergessen, dass auch Service-Mitarbeiter Menschen sind, die eine gewisse Schmerzgrenze haben, was sie ertragen können.

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Der Verkäufer weist noch einmal darauf hin, dass alle zur Verfügung stehenden Atem-Masken in den Verkauf gehen. Trotzdem werden die Angestellten viele hundert Mal mit derselben Frage bedrängt, ob sie nicht irgendwo noch welche zurückhalten. Langsam aber sicher stoßen die Verkäufer in Japan an die Grenzen ihrer psychischen Leistungsfähigkeit.

Masken befördern unfreundliches Verhalten

Ein anderer japanischer Verkäufer twitterte als Reaktion auf diese Mitteilung, dass im Allgemeinem japanische Kunden als sehr anspruchsvoll gelten, was die Qualität von Produkten und Dienstleistungen angeht. Sie werden schnell unversöhnlich, weil japanische Kunden es gewohnt sind, ihren Willen zu bekommen.

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Viele Japaner schließen sich diesen Ausführungen an und erklären, dass Service-Mitarbeiter nicht als Sklaven angesehen werden sollten, genauso wenig wie sich die Kunden als Götter verstehen dürften, selbst wenn sie oft so behandelt werden. Die Tatsache, dass aktuell so viele Menschen Masken tragen, würde dieses Verhalten aber noch befördern, weil man so den Menschen nicht mehr direkt ins Gesicht blicken könne.

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